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BVB: Schlotterbeck veröffentlicht Statement nach rätselhaftem Rot

Schlotterbeck erklärt sich

Borussia Dortmund scheitert dramatisch in den Champions-League-Playoffs. Nico Schlotterbeck sieht kurz vor dem bitteren Ende die Rote Karte - dabei steht er gar nicht auf dem Platz. Kurz darauf meldet er sich zu Wort.
Nico Schlotterbeck ist zwar wieder fit, sitzt beim Champions-League-Rückspiel bei Atalanta Bergamo aber auf der Bank von Borussia Dortmund. SPORT1-Experte Peter Neururer äußert im Fantalk sein Unverständnis.
Borussia Dortmund scheitert dramatisch in den Champions-League-Playoffs. Nico Schlotterbeck sieht kurz vor dem bitteren Ende die Rote Karte - dabei steht er gar nicht auf dem Platz. Kurz darauf meldet er sich zu Wort.

Borussia Dortmund ist auf dramatische Art und Weise in den Champions-League-Playoffs ausgeschieden. Die Westfalen gaben einen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel aus der Hand und unterlagen bei Atalanta Bergamo mit 1:4 (0:2).

Kurz vor Spielende hatten sich die meisten Fans und Beteiligten schon auf eine Verlängerung eingestellt, nachdem Karim Adeyemi die Schwarz-Gelben zwischenzeitlich auf 1:3 herangebracht hatte. Nach einem Fehler von Gregor Kobel und einem Foulspiel von Ramy Bensebaini im Strafraum gab es jedoch Elfmeter für die Gastgeber (90.+4).

Bensebaini fliegt vom Platz - auch Schlotterbeck sieht Rot

Bensebaini hatte seinen Gegenspieler Nikola Krstovic mit den Stollen am Kopf getroffen, nach Hinweis des VAR entschied Schiedsrichter José María Sánchez Martínez auf Elfmeter für Bergamo und zeigte Bensebaini die Gelb-Rote Karte.

Nur wenige Augenblicke, nachdem sich der spanische Unparteiische die Bilder am VAR-Bildschirm angeschaut hatte, erhielt der 42-Jährige einen Hinweis seines Assistenten und ging kurzerhand zur Auswechselbank von Borussia Dortmund. Dort zeigte der Spanier Nico Schlotterbeck, der die Entscheidung nicht wahrhaben wollte, die Rote Karte.

Schlotterbeck veröffentlicht Statement

Schlotterbeck war nach einer verletzungsbedingten Pause mit dem Team nach Bergamo gereist, kam aber nicht zum Einsatz. Wie SPORT1 beobachten konnte, hatte sich der Verteidiger immer wieder lautstark an der Seitenlinie beschwert.

Warum der deutsche Nationalspieler letztendlich des Platzes verwiesen wurde, konnte Schlotterbeck nicht verstehen. „Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles“, schrieb er am Abend in seiner Instagram-Story. „Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendwas. Warum ich dafür die Rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären.“

Rote Karte? Kehl und Kovac rätseln

BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, der das Geschehen aus unmittelbarer Nähe beobachtete, hatte für den Platzverweis ebenfalls keine Erklärung parat. „Ehrlich gesagt ist mir entgangen warum und wofür. Natürlich gab es nach der Elfmetersituation einen kleinen Tumult. In meinen Augen war da nichts, was zu einer Roten Karte hätte führen können“, befand Kehl nach dem Spiel.

„Deshalb war ich auch sehr überrascht, als der Schiedsrichter dann die Rote Karte gezogen hat [...]. Ich habe nichts mitbekommen und wir waren in dem Moment mit der Verarbeitung des Elfmeters beschäftigt. Das müssen wir nochmal aufarbeiten.“

Cheftrainer Niko Kovac schloss sich an und zeigte Unverständnis. Einen Erklärungsansatz hatte der gebürtige Berliner jedoch. „Für mich war das gar nichts. Das Einzige, was man vielleicht Nico vorwerfen kann, ist, dass er vielleicht auf der anderen Seite war. Als Trainer darfst du nicht in der Coaching-Zone des Gegners sein. Wahrscheinlich war das der Grund [...]. Die Erklärung habe ich so in der Form auch noch nicht bekommen“, erklärte er auf der Pressekonferenz.

Schlotterbeck nach Roter Karte ratlos

Nach seinem Platzverweis fingen die TV-Kameras den ratlosen Schlotterbeck ein, der nochmals beim Vierten Offiziellen nachfragte. Doch dieser schickte ihn nun weg.

Somit ist klar, dass der 26-Jährige mindestens den ersten Spieltag der kommenden Champions-League-Saison 2026/27 verpassen wird, sollte sich sein Team für die Königsklasse qualifizieren.

Der gebürtige Berliner Lazar Samardzic traf für Atalanta zum 4:1 und sorgte für das überraschende Königsklassen-Aus von Borussia Dortmund.