Champions League>

Champions League: "Schockstarre" - Real in großer Sorge

„Schockstarre“: Real in großer Sorge

Eine Woche nach dem Rassismus-Eklat um Vinícius bangt Real um einen Star.
Nachdem die UEFA Gianluca Prestianni wegen des Verdachts auf rassistische Bemerkungen gegen Real Madrids Vinicius Jr. gesperrt hatte, haben sich Mitspieler Fredrik Aursnes und Co-Trainer Joao Tralhao zum Vorfall geäußert - Auch zum Abwesenden Jose Mourinho.
Eine Woche nach dem Rassismus-Eklat um Vinícius bangt Real um einen Star.

Ausgerechnet Vinícius Júnior hat Real Madrid eine Woche nach dem vieldiskutierten Rassismus-Eklat den Achtelfinal-Einzug in der Champions League gesichert. Die Königlichen von Coach Álvaro Arbeloa setzten sich am Mittwoch mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg im Playoff-Rückspiel gegen Benfica Lissabon durch. Auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain steht durch ein 2:2 (0:1) im französischen Duell gegen die AS Monaco in der Runde der letzten 16. Galatasaray Istanbul reichte ein 2:3 (0:3, 0:1) nach Verlängerung bei Juventus Turin, um erstmals seit 2014 ins Achtelfinale einzuziehen.

Für Real, das ohne den verletzten Kylian Mbappé antrat, traf Aurélien Tchouameni (16.) zum Ausgleich, nachdem Rafa Silva zuvor die Hoffnungen von Benfica befeuert hatte (14.). Viní Jr. stellte dann für Real die Weichen (80.) – und tanzte nach seinem Treffer wie schon eine Woche zuvor an der Eckfahne. Die Portugiesen mussten ohne ihren gesperrten Trainer José Mourinho auskommen. Und auch Gianluca Prestianni fehlte nach den Vorkommnissen der Vorwoche, die auch die Schlagzeilen vor dem Wiedersehen bestimmt hatten.

Das Ergebnis rückte zwischenzeitlich aber in den Hintergrund. Denn Real-Verteidiger Raul Asencio hat sich wohl schwer verletzt. Bei einem hohen Ball kurz vor dem Benfica-Strafraum stieg er hoch, krachte in der Luft mit dem Oberkörper seines Teamkollegen Eduardo Camavinga zusammen und donnerte dann aus großer Höhe voll mit der Brust auf den Rasen (72.). Benfica-Stürmer Rafa machte sich gerade noch rechtzeitig unter dem Duo aus dem Staub.

Beide Real-Stars blieben zunächst liegen. Doch Asencio erwischte es ganz schlimm. Von den Sanitätern wurde er fünf Minuten lang am Hals und an der Brust abgetastet, bekam eine Halskrause und wurde vorsichtig auf die Trage gelegt.

Asencio war sichtlich eingeschränkt, bewegte jedoch seine Arme und war offenbar ansprechbar. Die Marca schrieb: „Stille im Bernabéu. Besorgnis über den Zustand von Asencio.“

Große Sorgen um Real-Star

Auch die Mundo Deportivo reagierte geschockt: „Maximale Sorgen um Asencio. Real Madrid ist sehr besorgt um den Gesundheitszustand von ihm. Der Verteidiger hat das Santiago Bernabéu nach einem heftigen Sturz in Schockstarre versetzt.“

Immerhin gab Coach Alvaro Arbeloa leichte Entwarnung. Er sagte bei Movistar: „Es scheint etwas mit dem Nacken zu sein, es sieht nicht ernst aus, aber er ist ins Krankenhaus gebracht worden und hoffentlich ist es nur ein Schreck. Es war ein heftiger Zusammenprall und ihn auf der Trage zu sehen, hat uns einen Schlag in die Magengrube versetzt.“

Auch Monaco versteckte sich nach dem 2:3 im Hinspiel gegen PSG überhaupt nicht. Maghnes Akliouche erzielte kurz vor dem Pausenpfiff (45.) die Führung. Marquinhos glich unmittelbar nach einer Gelb-Roten Karte für AS-Mittelfeldspieler Mamadou Coulibaly aus (60.). Khvicha Kvaratskhelia (66.) brachte Paris endgültig auf Kurs, doch Jordan Teze machte es in Unterzahl noch einmal spannend (90.+1).

Galatasaray, mit den eingewechselten Leroy Sané und Ilkay Gündogan, verspielte seinen 5:2-Vorsprung trotz langer Überzahl. Juve ging durch Manuel Locatelli (37./Foulelfmeter) in Führung. Nach einem umstrittenen Platzverweis gegen Lloyd Kelly (47.) erhöhten Federico Gatti (70.) und der Ex-Schalker Weston McKennie (82.). In der Verlängerung antwortete Gala durch Victor Osimhen (105.+1) und Baris Yilmaz (119.).

- - - - -

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)