Antonin Kinsky erlebte am Dienstagabend ein Debüt in der Champions League, das nach nur 17 Minuten, zwei Torwartfehlern und einem 0:3-Rückstand gegen Atlético Madrid dramatisch endete. Dann zog Igor Tudor, seinerseits Trainer bei Tottenham Hotspur, die Notbremse und wechselte den Torhüter vorzeitig aus.
Champions League: Spurs-Keeper meldet sich nach Albtraumabend
Spurs-Keeper bricht sein Schweigen
Es folgten emotionale Bilder, als Kinsky sichtlich niedergeschlagen das Spielfeld verließ. Inzwischen hat der 22-Jährige auf seinen Albtraumabend reagiert und sich bei Instagram erstmals nach dem Drama zu Wort gemeldet.
„Danke für die Nachrichten. Vom Traum zum Albtraum und wieder zurück zum Traum. Bis bald“, schrieb Kinsky in einer Story und richtete damit einen zuversichtlichen Blick auf die kommenden Wochen.
Der Tscheche war überraschend zu seinem erst dritten Saisoneinsatz gekommen und für Stammkeeper Guglielmo Vicario ins Tor gerückt. Zuvor war er in dieser Saison lediglich im englischen League Cup zum Einsatz gekommen. Ein Experiment, das ein bitteres Ende nahm.
Tottenham nach CL-Pleite weiter in der Krise
Kinsky war vor dem 1:0 für die Spanier durch Marcos Llorente (6.) mit dem Ball am Fuß weggerutscht, wenig später unterlief ihm erneut ein fataler Patzer: Er trat bei einem Passversuch neben den Ball. Julian Alvarez schob daraufhin zum 3:0 ein (15.).
Tudor sprach im Anschluss an die Partie von einer notwendigen Auswechslung, um „den Spieler und die Mannschaft zu schützen“, und erklärte: „Ich habe Toni nach dem Spiel erklärt, dass er der richtige Mann und ein guter Torwart ist. Leider sind diese Fehler in diesem wichtigen Spiel passiert.“
Durch die letztliche 2:5-Niederlage gegen Atlético steht Tottenham nicht nur in der Champions League mit dem Rücken zur Wand: Eine Trendwende, die sich auf den Ligabetrieb auswirken könnte, blieb ebenfalls aus.
In der Premier League droht dem Klub ein fataler Absturz. Nur noch ein Punkt trennt Tottenham von einem Abstiegsplatz.