Ausgerechnet Kai Havertz hat Bayer Leverkusen auf dem Weg in die ersehnte nächste Runde der Champions League eine bessere Ausgangsposition vermiest.
Strittiger Havertz-Elfer! "Es tut mir leid für die Leverkusener"
Strittiger Havertz-Elfer
Dennoch bot der Werksklub dem scheinbar übermächtigen FC Arsenal eindrucksvoll Paroli und hat weiter gute Chancen auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren.
Die Werkself trotzte dem Premier-League-Tabellenführer beim Wiedersehen mit Havertz im ersten Achtelfinal-Duell ein 1:1 (0:0) ab und gab dabei eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel erst spät aus der Hand.
Havertz: „Es tut mir leid für die Leverkusener“
Die Führung durch Bayer-Kapitän Robert Andrich (46.) glich Arsenals Havertz per Foulelfmeter erst spät aus (89.).
„Elfmeter in der letzten Minute sind nicht immer so einfach. Aber das sind die Momente, für die ich jahrelang gearbeitet habe, in solchen Momenten da zu sein. Deswegen freue ich mich natürlich“, sagte Havertz nach dem Spiel bei DAZN.
Er sei „froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe. Es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber das ist Fußball und es hat mich gefreut.“
Noni Madueke war nach einem minimalen Kontakt durch Malik Tillman zu Boden gegangen. Die Leverkusener protestierten vehement, es half allerdings nichts. Die Entscheidung blieb auch nach VAR-Check bestehen.
Arsenal-Elfer: „Sehr wenig“
„Er nimmt ihn dankend an ganz klar“, befand DAZN-Experte Nils Petersen.
Bayer-Profi Robert Andrich analysierte nach dem Spiel: „Das ist schon sehr wenig. Natürlich darf er so nicht runtergehen. Ich kenne auch solche Situationen: Wenn du runtergehst und vielleicht das Gefühl hast: Oh scheiße, jetzt bin ich schon mal unten. Aber das ist schon sehr, sehr wenig.“
Mein Gefühl sei es gewesen, „dass der kleine Kontakt kommt und er so ein bisschen später immer noch fällt. Wenn ich es noch zweimal sehe, ist es noch weniger. Das reicht doch nicht.“
Leverkusen-Coach Kasper Hjulmand war noch klarer: „Kein Kontakt und dann geht er runter. Es ist kein Elfmeter.“
Havertz kommt als Joker
Nationalspieler Havertz, der erstmals seit seinem Abschied 2020 in die BayArena zurückkehrte, war in der 74. Minute als Joker ins Spiel gekommen.
Leverkusen stand zunächst kompakt und lauerte auf schnelle Umschaltsituationen. Eine solche nutzten dann fast die Londoner zur Führung: Über Gyökeres landete der Ball halblinks bei Gabriel Martinelli, der mit einem wuchtigen Abschluss die Latte traf (20.). Bayer zeigte sich davon aber unbeeindruckt und hielt stark dagegen.
Kofane machte im Sturmzentrum immer wieder Bälle fest und stellte die Defensive der Gunners vor Probleme. Auch offensiv fanden die Engländer kaum Lösungen. Bis zur Pause war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bayers Ibrahim Maza schoss bei einem Konter links vorbei (45.+1).
Andrich trifft nach einer Ecke
Kurz nach dem Seitenwechsel ging Leverkusen dann in Führung: Andrich köpfte ausgerechnet nach einer Ecke am zweiten Pfosten ein - und Arsenal geriet erstmals in dieser Königsklassen-Saison in Rückstand.
Die Gunners versuchten zu antworten, doch auch die ansonsten gefürchteten Standards blieben zunächst wirkungslos. Angeführt vom starken Exequiel Palacios verteidigte Bayer lange leidenschaftlich die Führung - dann traf ausgerechnet Havertz.
Das Rückspiel findet am Dienstag, den 17. März (ab 21.00 Uhr im LIVETICKER), im Emirates Stadium statt. Im Viertelfinale würde dann die CL-Überraschung der bisherigen Saison Bodö/Glimt oder Sporting Lissabon warten.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)