Pep Guardiola schlich mit gesenktem Kopf in die Kabine, die herbe Klatsche bei Real Madrid hatte den Star-Trainer von Manchester City sichtlich mitgenommen.
"In Stücke gerissen": Presse zerlegt City und Guardiola
Presse zerlegt City und Guardiola
Und als wäre das 0:3 (0:3) nach einem Hattrick von Federico Valverde nicht schon Strafe genug, sparte die Presse zu Hause nicht mit Kritik an dem schwachen Auftritt der Citizens.
Presse kritisiert Guardiolas Taktik: „Als Neuling bloßgestellt“
Guardiola und Co. seien von Real förmlich „in Stücke gerissen“ worden, schrieb The Telegraph. Und The Guardian meinte, der Premier-League-Klub sei von Real völlig zu Recht „vernichtet“ und Guardiola wegen seiner offensiven Ausrichtung „als taktischer Neuling bloßgestellt“ worden.
Die taktischen Maßnahmen von Guardiola rückten nahezu flächendeckend in den Vordergrund der Häme. So titelte The Times: „Verletzliches City durch Valverdes Hattrick erschüttert, Guardiolas Risiko geht nach hinten los.“
Besonders deutlich wurde hingegen das Internetportal Goal: „Pep liegt mit seiner Taktik erneut daneben und O’Reilly schleppt sich völlig ausgelaugt vom Platz.“ Mit Blick auf das Trainerduell gegen Real-Coach Álvaro Arbeloa urteilte die spanische Marca zudem: „Arbeloa überrollt Guardiola.“
Sogar das Lokalblatt Manchester Evening News rechnete mit Guardiolas Taktikkniffen ab. „Es war nicht nur so, dass der ‚Plan A‘ von City scheiterte, sondern dass es allen folgenden Plänen genauso erging“, lautete die Analyse.
„Das System zur Pause umstellen? Kein Unterschied. Während einer Verletzungsunterbrechung in der zweiten Halbzeit alle Spieler zusammenholen, um sie wieder zu sortieren? Egal. Den wirkungslosen Erling Haaland kurz vor Schluss auswechseln? Immer noch keine Tore“, hieß es dort weiter, während von einem „Horror“ von Matchplan die Rede war.
City am Abgrund: Guardiola hofft auf Comeback
Laut The Sun blickt City vor dem Rückspiel nächste Woche in Manchester (Dienstag, 21.00 Uhr) „in den Abgrund“. Der Tabellenzweite der Premier League droht in der Königsklasse zum dritten Mal in Serie an Real zu scheitern.
„Real Madrid zerstört Man City“, titelte auch The Mirror und schrieb: „Pep Guardiolas Team sieht seine Hoffnungen auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions League nach einer miserablen Nacht im Santiago Bernabéu nur noch an einem seidenen Faden hängen.“
„Jetzt sieht es wirklich düster aus“, sagte Bernardo Silva bei TNT Sports, dabei hatte Keeper Gianluigi Donnarumma mit einem gehaltenen Elfmeter von Vinicius Junior (58.) sogar noch Schlimmeres verhindert.
Guardiola wollte indes die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht ganz aufgeben. „Es ist, wie es ist. Ich hatte das Gefühl, dass wir besser waren als das Ergebnis. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu erholen“, sagte der Spanier: „Im Fußball weiß man nie. Wir werden es versuchen.“
„Pep Guardiola sagt immer, das wichtigste Spiel sei das nächste“, pflichtete ESPN der Hoffnung des Spaniers ein wenig bei: „Aber es lässt sich nicht leugnen, dass der nächste Monat über die Saison von City entscheiden wird.“
Auf das Rückspiel in der Champions League folgen dann auch das League-Cup-Finale gegen den FC Arsenal und das Viertelfinale gegen den FC Liverpool im FA Cup. Darüber hinaus wahrt City mit derweil sieben Punkten Rückstand und einem Spiel weniger als Arsenal noch Hoffnungen auf eine Aufholjagd in der Liga.
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mit Sport-Informations-Dienst (SID)