Trainer José Mourinho hat sich auf der Pressekonferenz vor der Liga-Partie seines Klub Benfica Lissabon gegen Gil Vicente zu dem Vorfall um seinen Spieler Gianluca Prestianni geäußert.
José Mourinho schlägt im Fall Prestianni neue Töne an: "Wenn er schuldig ist ..."
Prestianni? „Wenn er schuldig ist...“
Der Coach wurde dabei etwas deutlicher, nachdem er sich ursprünglich nicht klar positionieren wollte: „Wenn sich herausstellt, dass mein Spieler diese Prinzipien, die meine und die von Benfica sind, nicht respektiert hat, ist seine Karriere bei mir vorbei.“
„Werde ihn nicht mehr mit den gleichen Augen sehen“
Prestianni soll beim Playoff-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid (0:1) seinen Gegenspieler Vinícius Jr. im Anschluss an dessen Siegtreffer rassistisch beleidigt haben. Der Argentinier bestreitet das. Die UEFA suspendierte ihn im Rahmen der Ermittlungen dennoch für das Rückspiel.
„Wenn er tatsächlich schuldig ist, werde ich ihn nicht mehr mit den gleichen Augen sehen und für mich ist es vorbei“, erklärte Mourinho. Er sagte aber auch: „Ich bin kein Jurist, aber auch kein Unwissender. Ist die Unschuldsvermutung ein Menschenrecht oder nicht?“
Mourinho hatte die Szene direkt nach der Partie verharmlost. „Das ist nicht zu kritisieren. Das ist normal bei großen Spielen und bei Spielern von Weltklasse“, sagte er und ergänzte: „Es war vermeidbar, wenn man bedenkt, was während der Woche passiert ist.“
Für seine Haltung war er unter anderem von Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany kritisiert worden. Auf diesen ging Mourinho nicht ein.