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"Millionenspiel" für den Sohn einer deutschen Sport-Legende

„Millionenspiel“ für Legenden-Sohn

Mika Baur hätte als Sohn von Weltmeister Markus Baur auch Handball spielen können. Stattdessen kämpft er am Dienstag mit Celtic Glasgow um die Champions League.
Mika Baur will mit Celtic in die Champions League
Mika Baur will mit Celtic in die Champions League
© IMAGO/Shutterstock
Mika Baur hätte als Sohn von Weltmeister Markus Baur auch Handball spielen können. Stattdessen kämpft er am Dienstag mit Celtic Glasgow um die Champions League.

Mika Baur erinnert sich noch gut an den Zwiespalt, der seine Jugend prägte. „An manchen Tagen hatte ich erst Fußball– und dann Handballtraining“, erzählt der Sohn von Handball-Weltmeister Markus Baur, auch im Tennis habe er durchaus Talent gehabt.

Irgendwann aber musste er sich entscheiden, wählte den Fußball – und hat es nie bereut. Kein Wunder: Am Dienstag kann der 22-Jährige mit Celtic Glasgow in die Champions League einziehen.

Nur zwölf Tage ist es dann her, dass Baur vom SC Paderborn zum schottischen Rekordmeister wechselte. Bei seiner ersten Pressekonferenz wurde der Mittelfeldspieler alles Mögliche gefragt, nur nicht nach seinem Vater. Wohl auch, weil Handball in Schottland nur eine Nebenrolle spielt.

Baur-Söhne spielen Fußball, die Tochter Handball

In Deutschland dagegen wird Mika immer wieder auf Markus angesprochen. Früher habe ihn das „genervt“, erzählte er unlängst dem Magazin 11Freunde: „Mir geht es darum, mein eigenes Ding in meiner eigenen Sportart zu machen.“

Markus Baur, Weltmeister von 2007 und 228-maliger Nationalspieler, hat diesen Weg immer unterstützt. „Wir wollten, dass unsere Kinder danach entscheiden, was ihnen am meisten Spaß macht.“ Und so kam es dann auch: Der zweite Sohn Kimi (18) spielt in der U19 des SC Freiburg ebenfalls erfolgreich Fußball. Chiara, die älteste, entschied sich für Handball.

Nach dem Paderborn-Abschied winkt die Champions League

Mika Baur hat spätestens mit seinem Wechsel zu Celtic die große Bühne erreicht. Um die allergrößte geht es am Dienstag im „Millionenspiel“: In den Playoffs tritt Celtic beim Linzer ASK (ab 21 Uhr im LIVETICKER) an, das Hinspiel haben die Schotten 3:0 gewonnen.

Baur stand dabei in der Startelf – und schwärmte anschließend von der Kulisse. „Die Fans waren so laut, unglaublich. Jeder hatte mir vorher davon erzählt – aber es war noch besser, es im echten Leben zu erleben“, sagte er mit leuchtenden Augen.

Mit seiner Freundin und dem Hund ist Baur nach Glasgow gezogen. „Das war der absolut richtige Schritt. Celtic ist ein unglaublicher Klub. Ich möchte etwas gewinnen, und dies ist der richtige Ort“, sagte er nach seinem Debüt. Wohl wahr: In der Liga liegt der Meister und Pokalsieger schon wieder auf Platz eins.

Mika Baur identifiziert sich mit Rafael Nadal

Aber hätte Mika Baur im Handball oder Tennis nicht noch deutlich mehr Pokale holen können? Er winkt ab.

„Ich habe die Biografie von Rafael Nadal gelesen. Er steckte als Kind in einem ähnlichen Zwiespalt wie ich, weil er neben dem Tennis auch gut Fußball spielte. Deshalb kann ich mich gut mit ihm identifizieren“, erzählt er den 11Freunden. Sein Urteil: „Ich denke, am Ende haben wir beide die richtige Entscheidung getroffen.“