Ballack hofft bei Musiala auf Normalität

Kompany klärt über Medikation von Musiala auf
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Kompany klärt über Medikation von Musiala auf

Michael Ballack wünscht sich rund um Jamal Musiala, dass wieder Normalität einkehrt. Damit meint der frühere Bayern-Profi auch die Bewertung der Leistung des Nationalspielers.

Michael Ballack hat den FC Bayern für dessen Umgang mit Jamal Musiala gelobt. Generell hofft der 49-Jährige auf Normalität in der Causa. Auch bei der Bewertung seiner Leistung sollte es demnach keine Sonderbehandlung geben.

„Es ist super positiv, dass der FC Bayern so mit dem Thema umgeht und ihn so unterstützt. Das ist erstmal für Jamal ganz wichtig und wird ihm Vertrauen geben. Bei so einer Sache, die unfassbar schwierig einzuschätzen ist für alle Außenstehenden, aber vor allem für ihn selber, ist es wichtig, dass du einen Partner an deiner Seite hast“, sagte Ballack in seiner Rolle als DAZN-Experte vor dem Champions-League-Spiel der Münchner gegen den FK Bodö/Glimt (5:0). Der FC Bayern unterstütze Musiala und nehme ihm diesen Druck und diese Angst, ergänzte Ballack.

Michael Ballack wünscht sich Normalität rund um Jamal Musiala
Michael Ballack wünscht sich Normalität rund um Jamal MusialaMichael Ballack wünscht sich Normalität rund um Jamal Musiala© IMAGO/Michael Weber

Jamal Musiala krönt Startelf-Comeback für den FC Bayern mit Tor

Seinen ersten Startelfeinsatz in dieser Saison krönte Musiala mit seinem ersten Tor (47.), bei seiner Auswechslung in der 65. Minute wurde er vom Publikum gefeiert und von Trainer Vincent Kompany an der Seitenlinie in den Arm genommen. „Das sind die Momente, die er braucht, um wieder da hinzukommen, wo er schon mal war“, sagte Ballack über Musialas Tor. In der Halbzeitpause hatte er von Musiala eine erste Hälfte mit „Höhen und Tiefen“ gesehen. „Er ist bemüht, es klappt noch nicht alles.“

Zugleich erinnerte Ballack an seine Worte vor dem Spiel: „Du darfst ihn nicht in Watte packen, auch mit allen Problemen, die er hat und hatte, dazu ist der Konkurrenzkampf zu groß bei Bayern. Da schauen die anderen Spieler auch hin. Aber er hat natürlich was Außergewöhnliches. Und darauf hoffen ja auch die Bayern.“

Musiala hatte in der Vorbereitung in zwei Testspielen mit sogenannten „Absencen“ zu kämpfen. Diese sind auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen. Die entsprechende Diagnose machte er in einem Statement öffentlich. Am Donnerstag stand der 23-Jährige erstmals in dieser Saison in der Startelf.

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Ballack: Musiala „noch lange nicht wieder der Alte“

Sportlich sei er „noch lange nicht wieder der Alte, der er vor der Verletzung war“, sagte Ballack vor dem Anpfiff auch in Bezug auf die schwere Knöchelverletzung, die Musiala bei der Klub-WM im vergangenen Jahr erlitten hatte. „Ich wünsche mir, dass Normalität einkehrt.“

Je mehr Normalität reinkommt, „umso kritischer wird er vielleicht auch mal gesehen. Und das gehört genauso dazu wie immer nur – den Umständen entsprechend – gestreichelt zu werden“, erklärte Ballack.

So schwer die Verletzung auch war, argumentierte Ballack: „Aber er ist Profi, er muss damit umgehen. Das ist Hochleistungssport. Ich wünsche ihm, dass er sich zurechtfindet und sich stabilisiert und dass der FC Bayern und er noch viel Freude haben. Und vor allem: Dass er das auch auf dem Platz zeigen kann.“

„Schlussendlich geht es um Leistung“

Bayern-Trainer Vincent Kompany hatte Musialas Startelf-Rückkehr allein mit dem Leistungsprinzip begründet. „Es geht bei mir jetzt eigentlich nur über Leistung. Jamal hat sich diesen Einsatz verdient. Er hat sehr gut trainiert.“

Auch laut Ballack sollte es nur nach Leistung gehen. „Er hat eine Historie und er ist ein besonderer Spieler. Und er wird auch besonders bezahlt. Das muss man auch sehen, mit all diesen Nebengeräuschen. Schlussendlich geht es um Leistung. Diesem Konkurrenzkampf muss er sich stellen, wie alle anderen auch“, sagte Ballack, der auch als Berater von Bayern-Talent Lennart Karl tätig ist.

Musiala werde auch nichts geschenkt bekommen, glaubt Ballack: „Sondern das muss er sich erarbeiten über Leistung. Da wünsche ich ihm Stabilität, weil er ein Riesen-Fußballer ist. Mit Stabilität wird er da auch zurückkommen. Nur: Wir haben die letzten Monate seit Januar gesehen, dass es eben nicht so einfach ist.“