Hätte Saibari Rot sehen müssen?
"Ganz ehrlich ...": Kompany holt zu Olise aus
Der Platzverweis von Michael Olise war ein großer Aufreger im Spiel des FC Bayern in Stavanger. Für Ex-Schiedsrichter Urs Meier hatte ein weiterer Bayern-Star Glück, nicht vom Platz gestellt zu werden.
Die Gelb-Rote Karte für Michael Olise bestimmte nach dem 3:3 des FC Bayern in der Champions League bei Viking Stavanger die Schlagzeilen. Für den ehemaligen Schiedsrichter Urs Meier hätte zuvor auch Ismael Saibari vom Platz fliegen können.
„Saibari ist mit Gelb glimpflich davongekommen. Wenn er seinen Gegenspieler etwas anders trifft, sind wir bei einer klaren Roten Karte. Da hat er Glück gehabt. Und ich glaube, wenn die UEFA wieder ein Lernvideo macht, dann könnte das eine Szene sein, die eher im roten als im gelben Bereich ist“, sagte Meier bei ran.
Konkret ging es um eine Szene in der 68. Minute: Im Kampf um den Ball sprang der Marokkaner in ein Duell mit Viking-Kapitän Zlatko Tripic und hatte seinen Fuß dabei fast auf Kopfhöhe seines Gegenspielers. Saibari zog aber nicht voll durch und traf Tripic am Oberarm.
Olise? Ex-Schiedsrichter Meier sieht Parallelen zu Ribéry
Die Gelb-Rote Karte gegen Olise wenig später war für Meier „in Ordnung“. Der Franzose hatte nach einem Foul zunächst Gelb gesehen und sich dann die Ampelkarte eingehandelt, weil er Gegenspieler Tripic den Ball ins Gesicht geworfen hatte. „Für mich fehlt die Intensität, weil es kein richtiges Anwerfen mit dem Ball ist“, sprach sich Meier gegen eine Rote Karte in dem Fall aus.
Dass sich Olise zu einer solchen Aktion hinreißen ließ, weckte beim früheren Schiedsrichter Meier Erinnerungen an den früheren Bayern-Star Franck Ribéry.
„Ribéry hat man immer in solchen Spielen vor sich selber schützen müssen. Der hat sich gegen Topteams meist im Griff gehabt, aber gegen kleinere Mannschaften häufig provoziert gefühlt. Und das gleiche Gefühl hatte ich bei Olise. Dass er nach der Verwarnung noch den Ball in der Hand hatte, war für mich schon ein Alarmzeichen“, sagte der 67-Jährige.
Zugleich übte der Schweizer Kritik am bulgarischen Schiedsrichter Georgi Kabakov, der die Provokationen von Tripic nicht stärker unterbunden hat. „Da musst du als Schiedsrichter aktiver sein“, betonte Meier.
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Ein Schiedsrichter müsse dieses „dreckige Spiel“ unterbinden, erklärte der Ex-Schiri. „Das sind dann die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede von einem guten zu einem mittelmäßigen Referee.“