Platzverweis für Olise: Lothar Matthäus wundert sich über den VAR

Olise? Matthäus knöpft sich den Gegenspieler vor
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Olise? Matthäus knöpft sich den Gegenspieler vor

Lothar Matthäus sieht in Michael Olises Platzverweis nur eine "kleine Dummheit". Er wundert sich über den VAR und rät dem FC Bayern von einer Geldstrafe ab.

Ein neuer Blickwinkel auf den Platzverweis von Michael Olise: Lothar Matthäus zeigte nicht nur Verständnis für den viel gescholtenen Superstar des FC Bayern, er erhob auch Vorwürfe gegen den VAR des überraschenden Remis bei Viking Stavanger.

Geht es nach dem TV-Experten, hätte auch Olises Gegenspieler Zlatko Tripić bestraft werden müssen. “Er ist in den Rücken geschlagen worden, er hat sich halt provozieren lassen“, sagte Matthäus am Rande der Premiere der Dokumentation „Müller-Wohlfahrt: Der Arzt der Champions“.

Hätte auch Michael Olise bestraft werden müssen?
Hätte auch Michael Olise bestraft werden müssen?Hätte auch Michael Olise bestraft werden müssen?© IMAGO/NTB

Matthäus führte aus: „Ich weiß, wie man reagiert, wenn man nur provoziert wird. Er ist sogar geschlagen worden, deshalb verstehe ich da auch den VAR nicht, dass so eine Szene im Endeffekt nicht geahndet worden ist.“

Geldstrafe für Olise? Das sagt Matthäus

Tripić hatte nach der Partie zugegeben, dass er gezielt versucht hatte, seinen Gegenspieler Olise zu entnerven. In der 73. Minute hatte er sein Ziel erreicht, der Franzose warf ihm den Ball ins Gesicht und ging mit Gelb-Rot vom Feld. Stavanger glich in der Folge noch zum 3:3-Endstand aus.

„Es war eben eine Dummheit – für mich war es eine kleine Dummheit“, urteilte Matthäus. Von einer Geldstrafe für Olise, der unter anderem von Trainer Vincent Kompany und Stürmerstar Harry Kane öffentlich kritisiert wurde, hält der Rekordnationalspieler nichts.

„Ach, was bringen Geldstrafen? Soll er jetzt 5.000 Euro irgendwo spenden? Das tut ihm nicht weh“, meinte Matthäus. Geldstrafen seien vielmehr „das letzte Mittel“. Bei Bayern solle man nun gemeinsam nach vorne schauen. Sportvorstand Max Eberl hatte eine Geldstrafe ohnehin schon ausgeschlossen.

Mit seiner Kritik an den Unparteiischen war Matthäus derweil nicht alleine. Der Ex-Schiedsrichter Urs Meier war mit gleich mehreren Entscheidungen des Teams um den in Bulgarien im vergangenen Jahr suspendierten Georgi Kabakov nicht zufrieden.