FC Bayern: Warum Dayot Upamecano Max Eberl Genugtuung verschafft
"Weltklasse!" Eberl schwärmt von Bayern-Star
Dayot Upamecano spielt beim FC Bayern auf Weltklasse-Niveau. Für Sportvorstand Max Eberl ist die Entwicklung des Franzosen eine besondere Genugtuung – und das ließ er nach dem Sieg bei Atlético Madrid deutlich erkennen.
Die Frage war kaum gestellt, da schoss die Antwort aus Max Eberl heraus. „Gott sei Dank haben wir den verlängert. Gott sei Dank ist er bei uns im Verein“, sagte der Sportvorstand nach dem 2:0-Erfolg des FC Bayern bei Atlético Madrid auf SPORT1-Nachfrage zur Leistung von Dayot Upamecano. Ein bemerkenswerter Satz. Und einer, hinter dem eine längere Geschichte steckt.
Denn Upamecano war im Estadio Metropolitano einmal mehr einer der überragenden Münchner. Der Franzose verteidigte aufmerksam, gewann wichtige Zweikämpfe und schaltete sich immer wieder in die Offensive ein. Ein Lattentreffer und ein aberkanntes Tor verhinderten, dass er seine Leistung auch noch mit einem Treffer krönte. SPORT1 belohnte seinen Auftritt mit der Note 1.
Dayot Upamecano der beste Innenverteidiger beim FC Bayern
Für SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger ist Upamecano inzwischen Bayerns wichtigster Innenverteidiger. Besonders beeindruckt ihn eine Qualität, die dem Franzosen früher nicht immer zugetraut wurde.
„Wenn er diese Manndeckung umsetzt, wenn er diese großen Räume zu verteidigen hat, dann muss man sich bei ihm im Vergleich zu den Innenverteidiger-Kollegen am wenigsten Sorgen machen“, stellt Kumberger in der neuen Ausgabe des Podcasts „Die Bayern-Woche“ fest.
Die aktuelle Hochform des 27-Jährigen dürfte besonders Eberl freuen. Schließlich war der Sportvorstand schon lange von Upamecano überzeugt und hatte frühzeitig dessen Vertragsverlängerung vorangetrieben.
Monatelanger Vertragspoker um Upamecano
Nach SPORT1-Informationen waren die Gespräche bereits vor längerer Zeit weit gediehen. Doch Teile der Münchner Führungsriege bremsten, weil sie den Verteidiger damals noch nicht für gefestigt genug hielten.
Upamecano fehlte daraufhin das Vertrauen des Vereins. Als die Bayern später unbedingt verlängern wollten, ließ sich der Franzose seinerseits Zeit.
Es folgte ein zäher Verhandlungsmarathon. Am Ende musste der Rekordmeister für die Verlängerung bis 2030 tief in die Tasche greifen. Neben einem üppigen Gehalt und einem hohen Handgeld wurde Upamecano auch eine Ausstiegsklausel zugestanden.
Eberl wird für kostspielige Verlängerung von Upamecano kritisiert
Eberl musste die schwierigen Gespräche erneut führen und wurde für die kostspieligen Konditionen kritisiert. Beim entscheidenden Durchbruch Anfang Februar soll schließlich auch Uli Hoeneß noch einmal maßgeblich mitgewirkt haben.
Im exklusiven SPORT1-Interview verteidigte Eberl die Entscheidung damals dennoch. Einen gleichwertigen Ersatz zu verpflichten, wäre womöglich noch wesentlich teurer geworden. Sportlich und wirtschaftlich sei die Verlängerung deshalb richtig gewesen. Nun bekommt der Sportvorstand durch Upamecanos Leistungen zusätzliche Argumente geliefert.
„Die Hochphase von Upa ist vor allem für Max Eberl eine Bestätigung“, erklärt Kumberger. Der Chefreporter erkennt in Eberls spontaner Reaktion nach dem Madrid-Spiel auch eine gewisse Genugtuung.
Eberl setzte sich für Upamecano ein
Schließlich hatte der Sportvorstand Upamecano stets verteidigt, sich trotz interner Zweifel für ihn eingesetzt und dafür später selbst Kritik einstecken müssen. Nun kann er nach all den Diskussionen um seine Transferarbeit auf eine Personalentscheidung verweisen, die sich sportlich auszahlt.
Dass Eberl in der Mixed Zone ausdrücklich von „wir“ sprach, registrierte Kumberger deshalb mit einem Augenzwinkern: „Wenn er mutig gewesen wäre, dann hätte er gesagt: ‚Gut, dass ich mit dem verlängert habe.‘“
Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.
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