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Historischer Erfolg! Geht der irre Lauf vom Villa-Schreck weiter?

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Historischer Erfolg! Geht der irre Lauf vom Villa-Schreck weiter?

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Wird der unfassbare Lauf gekrönt?

Ayoub El Kaabi schießt in der Europa Conference League alles in Grund und Boden, Aston Villa kann ein Liedchen davon singen. Führt der Goalgetter Olympiakos Piräus nun auch zum historischen Titel?
West Ham United gewinnt das Finale der UEFA Conference League knapp mit 2:1 gegen die Fiorentina. In London gab es bei der Ankunft des Teams eine Parade zu ehren der Helden.
SPORT1
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von SPORT1
Ayoub El Kaabi schießt in der Europa Conference League alles in Grund und Boden, Aston Villa kann ein Liedchen davon singen. Führt der Goalgetter Olympiakos Piräus nun auch zum historischen Titel?

Aston Villa hat in dieser Saison in England Geschichte geschrieben und sich als Tabellenvierter erstmals für die Champions League qualifiziert. Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen wäre der Triumph in der Europa Conference League gewesen, doch im Halbfinale spuckte den Villans ein Spieler gewaltig in die Suppe.

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Ayoub El Kaabi, seines Zeichens Stürmer beim griechischen Traditionsverein Olympiakos Piräus, schoss die Truppe von Unai Emery mit fünf Treffern im Alleingang aus dem Wettbewerb. Beim 4:2-Erfolg in Birmingham war der Marokkaner dreimal erfolgreich, beim 2:0-Sieg im Rückspiel in Griechenland führte er sein Team mit zwei weiteren Toren sensationell ins Endspiel (21.00 Uhr im LIVETICKER).

„Ich bin sehr glücklich“, sagte El Kaabi nach dem Rückspiel. „Es ist ein großer Moment, wir haben viele Schwierigkeiten überwunden, um so weit zu kommen. Wir waren in beiden Partien sehr fokussiert. Wir wussten, dass Aston Villa eine großartige Mannschaft ist, aber wir haben auf unsere Fähigkeiten vertraut. Wir werden weitermachen und hoffentlich im Finale gut spielen.“

Erstmals überhaupt erreichten die Griechen das Endspiel eines europäischen Vereinswettbewerbs und sind gegen Florenz, die in der vergangenen Saison dramatisch mit 1:2 gegen West Ham United im Finale verloren hatten, keineswegs der Außenseiter.

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El Kaabi: Zehn Tore in acht Partien

Schließlich findet der große Showdown in der Heimat statt, genauer gesagt im Stadion des großen Rivalen AEK Athen, wo Olympiakos den ersten Europapokal-Titel überhaupt für ein griechisches Team anpeilt.

Der Erfolgszug des Traditionsvereins hat zwei Hauptverantwortliche: Trainer José Luis Mendilibar, der erst seit Februar im Amt ist, aber genau weiß, wie man auf europäischer Bühne triumphiert. Schließlich gewann der Baske doch vor einem Jahr mit dem FC Sevilla die Europa League gegen die AS Rom im Elfmeterschießen. Und eben Goalgetter El Kaabi.

Mit zehn Treffern in nur acht Partien thront der 30-Jährige an der Spitze der Torschützenliste in der Europa Conference League. Außergewöhnlich allein schon deshalb, da Olympiakos im Herbst noch in der Europa League gespielt hatte und in einer Gruppe mit West Ham sowie dem SC Freiburg nur Dritter geworden war.

Erst hinter Freiburg - jetzt im Conference-League-Finale

Deshalb ging es im Frühjahr in der Europa Conference League weiter, wo man über die Stationen Ferencvaros Budapest, Maccabi Tel Aviv, Fenerbahce Istanbul und Aston Villa ins Endspiel einzog. Nachdem El Kaabi in der Europa League dreimal getroffen hatte, darunter zweimal gegen Freiburg, ballerte der Angreifer in der Europa Conference League alles in Grund und Boden.

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Gegen Ferencvaros gewann Olympiakos beide Partien mit 1:0 - beide Tore gingen auf das Konto von El Kaabi. Im Achtelfinale gegen Maccabi standen die Griechen trotz eines Tores des Stürmers nach einer 1:4-Heimpleite vor dem Ausscheiden, wendeten im Rückspiel aber noch das Blatt mit einem 6:1-Erfolg nach Verlängerung.

El Kaabi schlug zweimal zu, wobei vor allem sein zweiter Treffer zum 4:1 im Gedächtnis blieb, als er mit einem sensationellen Fallrückzieher erfolgreich war. Nachdem der marokkanische Nationalspieler gegen Fenerbahce leer ausgegangen war, folgten seine beiden Sternstunden mit insgesamt fünf Toren gegen Aston Villa.

El Kaabi jahreslang nur Experten ein Begriff

Umso bemerkenswerter ist die Leistungsexplosion des Stürmers, da er jahrelang weitestgehend unter dem Radar flog und nur Experten ein Begriff war. Olympiakos ist nach dem türkischen Underdog Hatayspor erst die zweite Europa-Station des 30-Jährigen. Neben mehreren Vereinen in seinem Heimatland Marokko war er auch in China sowie in Katar aktiv.

El Kaabi stand 2018 in Marokkos WM-Kader in Russland, hinterließ aber keine großen Spuren. Für die WM 2022 in Katar, als Marokko sensationell Dritter wurde, war er nicht nominiert. Trotzdem kommt der Stürmer bereits auf 22 Treffer in 44 Länderspielen.

Im Fokus steht er aber erst seit seinen Glanzleistungen für den griechischen Rekordchampion, der in dieser Saison hinter Meister PAOK Saloniki und AEK nur Dritter wurde. Sollte El Kaabi Olympiakos nun aber zum Triumph in der Europa Conference League schießen, dürfte die nationale Delle schnell in Vergessenheit geraten.