Hibernian Edinburgh hat unfreiwillig für das nächste dramatische Kapitel in der jüngeren Geschichte der schottischen Europapokal-Qualifikation gesorgt. Nach einem torlosen Hinspiel in Belgien gegen KAA Gent schien der historische Einzug in die Ligaphase der Conference League zum Greifen nahe – ehe der Traum doch noch in die Brüche ging.
Nächstes schottisches Drama!
Nächstes schottisches Drama!
Der große Pechvogel des Abends hieß Miguel Chaiwa. In der 92. Minute unterlief dem Nationalspieler Sambias ein äußerst bitteres Eigentor zum 2:3-Endstand. Wenig später flog der 22-Jährige auch noch mit Gelb-Rot vom Platz.
Nachdem die Hibees das Hinspiel in Belgien torlos gestaltet hatten, sahen sie sich nach Treffern von Jason Kerr (56.) und dem Deutschen Felix Passlack (77.) in der zweiten Halbzeit bereits auf dem Weg in die Hauptrunde – nachdem der belgische Youngster Josue Vergara (39.) die Gäste zunächst mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht hatte.
Ein völlig unnötiger Konter besiegelt das Aus
Alles deutete auf den ersten Einzug von Hibernian in die Ligaphase hin, doch dann glich Christian Burgess in der 84. Minute per Kopf nach einer Ecke aus. Der entscheidende Treffer ins Herz der Heim-Fans folgte dann nach einem Konter – resultierend aus einem eigenen Freistoß.
Chaiwa wollte einen Querpass kurz vor dem Fünfmeterraum noch abfangen, spitzelte den Ball aber nur selbst ins eigene Tor. „Es war eine Ecke, die sie niemals hätten zulassen dürfen. Es war ein Konter, der niemals so leicht hätte durchgeführt werden dürfen. Kleine Momente, winzige Unterschiede, enorme Auswirkungen“, schrieb die BBC in England.
Es ist ein weiteres schmerzhaftes europäisches Aus, nachdem Hibernian – dessen Fans ohnehin als außergewöhnlich leidgeprüft gelten – bereits ein Jahr zuvor kurz vor dem Ziel in den Playoffs gegen Legia Warschau mit 3:4 im Gesamtergebnis gescheitert war.
Der schottische Fußball muss leiden
Auch die beiden großen Glasgower Klubs erlebten in der Quali für den Europacup derweil bittere Enttäuschungen. Die Rangers scheiterten trotz eines 1:0-Sieges im Hinspiel im Elfmeterschießen (3:4) an Jablonec und verpassten damit erstmals seit 2017 den Einzug in einen europäischen Wettbewerb.
Noch schmerzhafter verlief das europäische Aus für Stadtrivale Celtic, der eine historische Blamage in der Champions-League-Qualifikation hinnehmen musste. Nach einer 3:0-Führung aus dem Hinspiel führten die Schotten in Linz auch nach einer halben Stunde des Rückspiels noch mit 4:0 in der Gesamtwertung, ehe der österreichische Aufsteiger LASK fünf unbeantwortete Tore erzielte und sich mit einem 5:1-Sieg nach Verlängerung insgesamt 5:4 durchsetzte. Celtic muss sich nun mit der Europa League begnügen.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt