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Borussia Dortmund: Bleibt Matthias Sammer Berater beim BVB?

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Borussia Dortmund: Bleibt Matthias Sammer Berater beim BVB?

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Endet Sammers Zeit beim BVB?

Endet Sammers Zeit beim BVB?

Matthias Sammer ist seit dem Frühjahr 2018 BVB-Berater. Nun läuft sein Vertrag bald aus, doch wird dieser verlängert - und was macht Sammer in Dortmund eigentlich?
4. Mai 2002: Matthias Sammer gewinnt mit Borussia Dortmund den Meistertitel und wurde damit zum jüngsten Meister-Coach der Bundesliga-Geschichte.
. SPORT1
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von SPORT1

Seit Frühjahr 2018 ist Matthias Sammer als BVB-Berater tätig. „Der Vertrag von Matthias läuft im Sommer aus“, verkündete Bald-Sportchef Sebastian Kehl am Sonntag im Stahlwerk Doppelpass. „Das ist ein Thema, das bei Aki Watzke liegt. Wir werden uns zusammensetzen, es gibt nichts weiter zu berichten.“

Wie geht es nun weiter mit Chef-Berater Sammer beim BVB?

In Folge 14 des schwarz-gelben Podcasts „Die Dortmund-Woche“ sprechen die SPORT1-Chefreporter Patrick Berger und SPORT1-Reporter Oliver Müller über die strategische Ausrichtung beim Pott-Klub.

Seit dreieinhalb Jahren ist der 54 Jahre alte Sammer nun schon als externer und damit quasi „freiberuflicher“ Berater der Geschäftsführung angestellt. Boss Hans-Joachim „Aki“ Watzke erhoffte sich bei der Anstellung durch den Ex-BVB-Star eine „unbequeme, aber von Vertrauen geprägte Diskussionskultur“.

Sammer will nicht „groß in Erscheinung treten“

Viele Außenstehende fragen sich bis heute, was Sammer, der bei BVB-Heimspielen oft neben Watzke auf der Tribüne sitzt, eigentlich so wirklich macht.

Der interne Auftrag an den Europameister von 1996 ist klar: Mit seinem Drauf-Blick von außen bringt sich der ehemalige Weltklasse-Verteidiger in interne Diskussionen ein, analysiert, kritisiert, bleibt aber aus dem operativen Geschäft raus. Nach außen soll und will Sammer überhaupt nicht herantreten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Im STAHLWERK Doppelpass äußert sich Sebastian Kehl deutlich zu einer möglichen Rückkehr von Sven Mislintat zu Borussia Dortmund.
03:00
Kehl bezieht Stellung zu den Gerüchten um Mislintat

„Mein Ansinnen ist es nicht, groß in Erscheinung zu treten“, sagte der frühere Bayern-Sportvorstand (2012 bis 2016) vor einiger Zeit mal in der Sport Bild. „Ich bringe mich gerne bei Gesprächen ein. Wir haben immer die Vereinbarung getroffen: Wenn es morgen nicht mehr passt, dann geben wir uns die Hand und gehen auseinander. Das läuft ganz unkompliziert.“

Beide Seiten haben nach SPORT1-Informationen grundsätzliches Interesse an einer Weiterbeschäftigung. „Noch ist aber offen, ob es mit dem BVB und Sammer weitergeht“, ordnet Müller ein.

„Anfang Februar wird es nach unseren Informationen Gespräche zwischen Watzke und Sammer über eine weitere Zusammenarbeit geben“, erzählt Berger. „Sammer selbst, so haben wir gehört, würde sehr gerne weitermachen. Er brennt auf die Aufgabe und sieht seine Arbeit als noch nicht fertig an. Er sieht die Mannschaft im Übrigen viel besser, als sie aktuell dasteht und sieht beim BVB mit der Qualität des Kaders, dem Umfeld und der Infrastruktur viel mehr möglich. Von seiner Seite her gibt es klare Signale, dass es weitergehen soll. Die Frage ist aber, ob das der BVB am Ende zu 100 Prozent will.“

Denn klubintern wird es im Sommer nach dem Abgang von Michael Zorc, der nach über 20 Jahren als Sportchef aufhören wird, eine Zäsur geben. Der bisherige Lizenzspielerchef Sebastian Kehl rückt bekanntlich nach – und wer dahinter auf?

Terzic soll in BVB-Hierarchie weiter aufsteigen

„Es wird ein paar grundlegende Veränderungen geben“, sagt Müller. „Edin Terzic soll in der BVB-internen Hierarchie aufsteigen“, führt Berger weiter aus, „und direkt hinter Kehl angesiedelt sein. Er soll noch näher an Mannschaft dran sein. Das ging zuletzt ein wenig unter beim BVB, dass einer im Verein ständig den Kontakt zum Team hält.“

Ein Punkt im Übrigen, den Sammer in der berühmten Elefantenrunde mit Watzke, Zorc, Kehl und Terzic, der seit seiner Beförderung zum Technischen Direktor dazugehört, intern immer wieder anspricht. Die Ansicht des Fachmanns: Die Dortmunder brauchen zwingend eine Person, die sich rundum die Uhr um die Mannschaft kümmert, Gespräche mit Spielern führt, als Bindeglied fungiert und damit Trainer Marco Rose den Rücken freihält. Kaum einer kann das besser als Terzic, der als Interims-Trainer und Nachfolger von Lucien Favre auf dem Weg zum Pokalsieg 2021 ein enormes Vertrauensverhältnis zu vielen Spielern aufgebaut hat. In der schwierigen Anfangszeit als Übergangscoach suchte Terzic im Übrigen auch oft den direkten Dialog mit Sammer.

Die Anzeichen verdichten sich also, dass Terzic ab Sommer in der BVB-Rangfolge direkt an Nummer zwei hinter Kehl stehen wird. Letzterer wiederum darf noch eine Vertrauensperson installieren, die ihm zuarbeiten wird, die aber kaum Entscheidungsgewalt hat. „Im Sommer, wenn Michael nicht mehr da sein wird, wird es ein paar Verschiebungen geben, was Profile und Zuständigkeiten angeht“, sagt Kehl. „Ich mache mir Gedanken, was fehlt und wo ich Unterstützung brauche.“

Im Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1 Chefreporter Patrick Berger und SPORT1 Reporter Oliver Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. In Folge 14 geht es um Haalands Hammer-Interview. Wie hat der Superstar das gemeint? Wie kamen seine Worte beim BVB an? Außerdem: Wieso Mourinho dem BVB einst zum Transfer von Thomas Meunier gratuliert hat und wie viel Kohle die Borussia bei einem Dembélé-Verkauf wirklich noch bekommen kann. Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.

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