Anzeige
Home>Fußball>DFB-Pokal>

Nazi-Eklat im DFB-Pokal - das sind die Konsequenzen

DFB-Pokal>

Nazi-Eklat im DFB-Pokal - das sind die Konsequenzen

Anzeige
Anzeige

Nazi-Eklat im DFB-Pokal hat Folgen

Nazi-Eklat im DFB-Pokal hat Folgen

Der Stadionsprecher von Waldhof Mannheim würdigt vor dem DFB-Pokalspiel einen verstorbenen Neonazi. Nun ist er seinen Job los.
Der 1. FC Nürnberg steht nach einer soliden Vorstellung bei Waldhof Mannheim im Achtelfinale. Mannheimer wird zum Unglücksraben.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Einen Tag nach dem Vorfall im Rahmen des DFB-Pokalspiels zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Nürnberg (0:1) hat Waldhof-Stadionsprecher Stephan Christen die Konsequenzen gezogen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zum DFB-Pokal)

Auf der Homepage des Vereins verkündete er seinen sofortigen Rückzug: „Mir ist im Rahmen des Pokalspiels gegen den 1. FC Nürnberg ein Fehler unterlaufen, der mir nach 29 Jahren Tätigkeit als Stadionsprecher so nicht passieren darf. Bei der Widmung der Mannschaftsaufstellung habe ich einer verstorbenen Person gedacht, die der rechten Szene angehörte. Die Person und die Hintergründe waren mir persönlich nicht bekannt. Meiner Sorgfaltspflicht hinsichtlich der Recherche zum Hintergrund der Person bin ich nicht nachgekommen. Dieses tut mir von Herzen leid.“

Mannheim-Stadionsprecher: „Distanziere mich von rechtem Gedankengut“

Weiterhin erklärte er: „Ich distanziere mich hiermit persönlich und ausdrücklich von jedem rechten Gedankengut. Dieses liegt mir komplett fern, und wer mich kennt, weiß das auch. Mir tut es in der Seele weh, dass ich nach 29 Jahren mein Amt als Stadionsprecher niederlege. Ich werde dem Verein natürlich weiterhin die Treue halten.“

Christen hatte die Präsentation der Aufstellung einer verstorbenen Personen gewidmet, die im Stadtrat für die rechtsextreme NPD gesessen hatte und Medienberichten zufolge wegen Gewaltdelikten und illegalen Waffenbesitzes mehrfach vorbestraft war.

„Diese Aktion war mit dem Verein nicht abgestimmt. Wir werden darüber sprechen und schauen, wie wir darauf reagieren“, hatte Geschäftsführer Markus Kompp nach der Partie der Zeitung Rheinpfalz gesagt.