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DFB-Pokal: Eigentor bricht den Bann, dann dreht der BVB auf

BVB dreht nach Eigentor auf

Borussia Dortmund tut sich im DFB-Pokal gegen den Hamburger-Eimsbütteler BC zunächst schwer. Nach einem Eigentor des Außenseiters kommt der Vizemeister aber ins Rollen.
Samuele Inacio zog durch seine Rote Karte gegen den HSV und seinen anschließenden Flaschenwurf im Kabinengang den Unmut einiger Fans auf sich. Niko Kovac reagiert.
Borussia Dortmund tut sich im DFB-Pokal gegen den Hamburger-Eimsbütteler BC zunächst schwer. Nach einem Eigentor des Außenseiters kommt der Vizemeister aber ins Rollen.

Borussia Dortmund hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals nach leichten Anlaufschwierigkeiten souverän gelöst. Gegen den Fünftligisten Hamburg-Eimsbütteler BC setzte sich der deutsche Vizemeister mit 5:0 (4:0) durch.

Es dauerte jedoch zunächst 33 Minuten, bis ein bitteres Eigentor von HEBC-Kapitän Janek Wrede den Torreigen im Hamburger Volksparkstadion eröffnete. Die weiteren Tore für den BVB erzielten Daniel Svensson (36.), Samuele Inacio (41., 45.+2) und Fabio Silva (59.).

„Wir haben heute viele Wechsel gehabt. Du brauchst erstmal Rhythmus, musst reinkommen“, erklärte BVB-Profi Marcel Sabitzer bei RTL/Sky. „Sie haben es auch nicht so schlecht gemacht, haben gute Konter gefahren. Aber ich denke hinten raus souverän, es hätten nur ein paar Tore mehr sein können.“

Borussen-Coach Kovac nutzte die Partie am Dienstagabend gegen den Fünftligisten, um Spielpraxis zu verteilen. Drei Tage nach dem 2:0-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV veränderte er seine Startformation auf sieben Positionen. So durfte im Tor etwa Alexander Meyer anstelle von Gregor Kobel ran, Serhou Guirassy bekam ebenso eine Pause wie Joane Gadou. Konstantinos Karetsas wurde erst spät eingewechselt.

DFB-Pokal: BVB müht sich zu Beginn

Es dauerte – vielleicht auch aufgrund der vielen Wechsel –, bis Dortmund seiner haushohen Favoritenrolle gerecht wurde. Die erste halbe Stunde hielt der HEBC sein Jahrhundertspiel überraschend offen und verteidigte tapfer mit einem guten Keeper und etwas Glück das torlose Remis. 

Dann lenkte Wrede einen Querpass unglücklich ins eigene Tor und die Festung fiel. Dortmund legte drei schnelle und saubere Tore nach und machte damit vergessen, dass die Anfangsphase nicht sonderlich prickelnd war.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der BVB spielbestimmend. Silva erhöhte auf 5:0 und sorgte damit früh für den Endstand. Anschließend nahm die Mannschaft von Trainer Niko Kovac sichtbar Tempo heraus. Der Ehrentreffer war den Hamburgern aber nicht mehr vergönnt.

Neuer Zuschauer-Rekord bei Fünftliga-Beteiligung

Der Hamburg-Eimsbütteler-Ballspiel-Club, der immerhin eine halbe Stunde lang von der großen Sensation träumte, hatte trotz der deutlichen Niederlage allen Grund zur Freude: Die 45.917 Zuschauer bedeuteten eine neue Bestmarke bei DFB-Pokal-Spielen mit Fünftliga-Beteiligung.

Weil der heimische Professor-Reinmüller-Platz mit seinen 2500 Plätzen viel zu klein gewesen wäre, war der Hamburger Stadtteilklub in den Volkspark umgezogen.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)