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"Wahnsinn"- Bayern-Stars staunen über Gegentor

Gegentor lässt Bayern staunen

Robin Meißner sorgt im DFB-Pokal gegen den FC Bayern trotz Niederlage mit seinem Tor für die Geschichte des Spiels. Dabei gerät sogar Harry Kane ins Staunen.
Der VfL Osnabrück scheidet gegen den FC Bayern aus dem DFB Pokal aus. Robin Meißner sorgte mit seinem Traumtor aber für diese Szene des Abends.
Lars Hinzberg
Robin Meißner sorgt im DFB-Pokal gegen den FC Bayern trotz Niederlage mit seinem Tor für die Geschichte des Spiels. Dabei gerät sogar Harry Kane ins Staunen.

„Vielleicht hänge ich mir das aber auch zu Hause auf, wenn meine Freundin das erlaubt“, scherzte Robin Meißner nach Spielende am ARD‑Mikrofon. Trotz der 1:4-Niederlage seines VfL Osnabrück gegen den FC Bayern im DFB-Pokal hatte der 26-Jährige mit seinem Treffer für den Moment des Abends gesorgt.

Fünf Minuten waren gespielt, da schickte der Stürmer nach einem langen Ball zunächst Nationalspieler Jonathan Tah auf den Hosenboden, setzte sich dann im Kopfballduell mit Minjae Kim durch und fackelte die Kugel zum Abschluss kompromisslos aus rund 25 Metern über den verdutzten Jonas Urbig hinweg in die Maschen. Ein Traumtor für den Underdog.

Auch Kane und Urbig sind begeistert

Dem in Hamburg geborenen Angreifer war relativ schnell klar, was ihm da gerade gelungen war, wie er bei Sky verriet: „Ich habe gemerkt, als ich ihn getroffen habe, dass er ganz gut kommen könnte. Dass er dann so gut kommt, war natürlich ein bisschen überraschend.“

Überraschend auch für den Torhüter, der zwar durchaus weit vor seinem Kasten stand, bei dem Treffer jedoch keine Schuld trägt. „Bei diesem Schuss weiß ich nicht, ob da ein Torwart mit rechnet, dass der dann so eine Flugkurve hat und hinten reinfällt. Deswegen schwer zu halten“, fand auch Meißner. „Absolutes Traumtor. Er trifft ihn überragend“, konstatierte sein Trainer Timo Schultz schlicht.

Lob von höchster Stelle gab es für den Kunstschützen auch von einem der aktuell besten Torjäger der Welt, Harry Kane: „Ein Volleyschuss aus 30 Yards oder wie weit es auch immer war, direkt in den oberen Winkel – das war verrückt, unglaublich. Es war sicherlich ein großartiger Moment für ihn. Gegen Bayern München zu spielen und ein solches Tor zu erzielen, ist etwas, woran er sich erinnern wird und woran sich auch diese Fans erinnern werden. Deshalb gebührt ihm Anerkennung.“

Kompany: „Das erste Tor war Wahnsinn“

Generell waren die Bayern voll des Lobes für das Gegentor, das sie zumindest kurz wackeln ließ. „Das Ding knallt er in den Winkel. Das ist Wahnsinn“, staunte der bezwungene Urbig. Das gleiche Attribut fiel auch Vincent Kompany ein: „Das erste Tor war Wahnsinn“.

Dennoch blickte der Bayern-Trainer auch kritisch auf den Treffer und nahm seine eigene Verteidigung in die Pflicht. „Wir haben in der Halbzeit gesprochen. Da war es dann natürlich zu spät und das Tor schon gefallen. Das sind Stürmer, die das in der zweiten und dritten Liga immer so machen mit den Zweikämpfen. Da musst du da sein, wo der Ball landet, und nicht immer in der Luft versuchen, die Zweikämpfe zu gewinnen“, tadelte Kompany Tah und Kim, schränkte jedoch ein: „Aber wenn einer mir gesagt hätte, dass er von dieser Distanz schießt und der geht so rein, hätte ich auch gesagt: Das passiert nie.“