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So erklärt Löw die späten Wechsel

So erklärt Löw die späten Wechsel

Bundestrainer Joachim Löw ist nach dem Zittersieg gegen Rumänien mit dem Ergebnis zufrieden. Zudem erklärt er seine späten Wechsel. Die Stimmen.
Joachim Löw wird nach der EM als Bundestrainer zurücktreten
Joachim Löw wird nach der EM als Bundestrainer zurücktreten
© Imago
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von SPORT1

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in der WM-Qualifikation im zweiten Spiel den zweiten Sieg gesichert.

Nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Rumänien zeigte sich Bundestrainer Joachim Löw mit dem Ergebnis zufrieden. Nachholbedarf herrscht in puncto Chancenverwertung. Zudem erklärt der scheidende Coach, warum er seinen ersten Wechsel (Timo Werner für Kai Havertz) erst in der 77. Minute vornahm und auch sonst erst in der Nachspielzeit zwei weitere Wechsel vornahm. (Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL und von der Pressekonferenz zusammen:

Löw: "Es war nicht zwingend notwendig"

Joachim Löw (Bundestrainer): "Wir haben sehr gut gearbeitet. Wir hatten einige gute Balleroberungen. Wenn man etwas kritisieren kann, dann die Chancenverwertung. Die drei Punkte sind wichtig, darauf können wir aufbauen."

... über die späten Wechsel: "Natürlich ist es wichtig, sich einzuspielen in diesem Jahr, nachdem wir im letzten Jahr zwangsläufig viele Wechsel hatten. Ich habe lange nicht gewechselt, weil wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Wir haben kaum Torchancen zugelassen und hatten gute Angriffe nach vorne. Wir standen auch gut. Vorne waren wir immer wieder gefährlich mit Sané und Gnabry. Von daher war es nicht zwingend notwendig." (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

… über das nächste Spiel gegen Nordmazedonien: "Jetzt geht es zurück. Morgen ist sicherlich ein Regenerationstag, weil wir spät zurückkommen. Am Dienstag geht die Vorbereitung auf das dritte Spiel los. Wir müssen schauen, ob alle gesund sind. Dann müssen wir noch mal volle Kraft voraus das Spiel am Mittwoch gewinnen. Da hätten wir in diesem Jahr einen ordentlichen Start und in der WM-Quali mit neun Punkten die richtige Richtung eingeschlagen."

Hoeneß: "Hatte überhaupt nichts mit Rumpelfußball zu tun"

Uli Hoeneß (RTL-Experte): "Die zwei Spiele gegen Island und Rumänien hatten überhaupt nichts mit dem Rumpelfußball von 2018 oder dem blutleeren Auftritt in Spanien zu tun."

Manuel Neuer (Kapitän DFB-Team): "Ich denke, dass wir früher den Deckel draufmachen müssen. Dann kommen wir auch nicht noch mal in Gefahr, hier vielleicht mit einem negativen Ergebnis rauszugehen. Wir müssen einfach das zweite oder dritte Tor machen, um hier wirklich Ruhe zu haben."

... über die Mankos: "Die Coolness, die Cleverness, vielleicht auch der letzte Wille in der Box, das Tor zu erzielen. Wir hatten ein paar Chancen. Kompliment an meinen Gegenüber, der hat den einen oder anderen gut gehalten. Wir hatten genug Chancen, dass wir hier auf jeden Fall mit einem höheren Ergebnis rausgehen müssen."

... über die Trikot-Aktion vor dem Spiel: "Die Idee kam ganz klar aus der Mannschaft. Wir stehen alle für Fairplay, nicht nur auf dem Platz, sondern außerhalb. Wir stehen für die 30 Artikel, wir stehen für Toleranz und Vielfalt und gegen Diskriminierung. Das ist das Gesicht der Mannschaft." (Die Tabellen der WM-Qualifikation)

Kimmich: "Hätten uns das einfacher gestalten können"

Serge Gnabry (DFB-Team): "Am Wichtigsten sind für uns die drei Punkte, am Ende ist es egal, wie wir die geholt haben. Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen. Wir hatten genügend Chancen, wir müssen in der zweiten Halbzeit einfach die Dinger machen. Das war das Problem, aber das war kein Rückschritt."

Joshua Kimmich (DFB-Team): "Wir hätten uns das einfacher gestalten können. In der 90. hatten wir noch das Glück, dass sie nur das Außennetz treffen. Das wäre dann die Rache gewesen. Wir müssen es einfach früher entscheiden, dann haben wir auch einen ruhigeren Abend. Wir haben das Spiel weitestgehend kontrolliert. Wir haben es aber nicht geschafft, das Spiel früher zu entscheiden."