Das sagt Kimmich zum Sané-Zoff

Das sagt Kimmich zum Sané-Zoff

Joshua Kimmich nimmt Stellung zu seiner Auseinandersetzung mit Leroy Sané und sagt, worauf es bei der Nationalmannschaft ankommen wird. Beim FC Bayern hofft er auf Konstanz auf dem Trainerstuhl.
Joshua Kimmich sieht einen Missstand beim Rekordmeister, den er bei Sport1 klar anspricht.
"Nicht das Ziel": Kimmich kritisiert FC Bayern
00:48
Patrick Berger
Florian Plettenberg
von F. Plettenberg, P. Berger
am 5. Juni

Das Trainingsshirt trägt Joshua Kimmich stets in der Hose statt darüber. Nicht nur deswegen ist er im Kreise der Nationalmannschaft ein Unikat.

Denn Kimmich (53 Länderspiele/3 Tore) ist mit seinen 26 Jahren bereits einer der DFB-Anführer, der in jedem Training und Spiel vorangeht. Wer dann nicht mitzieht, muss mit einer Ansage des Dauerbrenners rechnen.

Im Gespräch mit SPORT1 spricht Kimmich über:

Kimmich über Sané: "Ein sehr besonderer Spieler"

... den Disput mit Sané: "Ehrlicherweise habe ich das nicht als Disput wahrgenommen. Es war eine Situation, bei der ich das Gefühl hatte, dass wir pressen können. Leroy hat sich dann anders entschieden. Aber solche Situationen passieren auf dem Spielfeld sehr oft. Ich bin der Meinung, dass wir in Sachen Kommunikation noch einen draufpacken können. Es ist wichtig, dass wir viel miteinander sprechen. Wir sind viele Jungs aus verschiedenen Vereinen. Wir sind hier neu zusammen und hatten nicht oft die Chance, mit dem kompletten Stamm zu trainieren."

... die Fähigkeiten von Sané: "Er ist ein sehr besonderer Spieler für uns, weil er eine unglaubliche Qualität mitbringt. Mit seinen Fähigkeiten kann er uns in großen und entscheidenden Spielen alleine tragen. Darauf hoffen wir. Für uns ist es aber wichtig, dass wir als Team gut und kompakt miteinander arbeiten. Dafür ist es wichtig, dass wir viel miteinander kommunizieren. Da sehe ich auch mich in der Verantwortung."

... das Ziel, Weltfußballer zu werden: "Ich bin kein Spieler, der auf den Platz geht und sagt, dass das mein großes Ziel ist. Ich will mit der Mannschaft erfolgreich sein und speziell mit der Nationalmannschaft haben wir große Ziele. Wir konnten in der letzten Saison mit dem FC Bayern die Champions League gewinnen. Und außer den Confed-Cup mit der Nationalmannschaft konnte ich noch keine großen Titel gewinnen. Das ist jetzt mein ganz großes Ziel."

Abgesehen von den aktuellen Themen rund um die Nationalmannschaft ist vor allem interessant, was Kimmich über Julian Nagelsmann zu berichten hat.

"Beim FC Bayern treffe ich jetzt auf einen neuen Trainer und lerne wieder etwas Neues, wobei ich speziell bei Bayern sehr viele Trainer in den vergangenen sechs Jahren hatte. Das sollte aber eigentlich nicht das Ziel von Bayern München sein", betonte Kimmich.

Er hoffe daher, "dass es mit der Vertragsunterschrift des neuen Trainers nun ein bisschen langfristiger angelegt ist und ich weitere Schritte in meiner Entwicklung gehen kann. Ich glaube, dass ich mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe und noch einiges möglich ist."

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