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Deutsche WM-Elf ohne Thomas Müller? Ich widerspreche Mario Basler! | Kolumne

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Deutsche WM-Elf ohne Thomas Müller? Ich widerspreche Mario Basler! | Kolumne

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Müller? Ich widerspreche Mario Basler

Müller? Ich widerspreche Mario Basler

Mario Basler sorgt mit seiner Meinung zu Thomas Müller im Nationalteam für Diskussionen. SPORT1-Kolumnist Alex Steudel widerspricht ihm - und erklärt mit einem Augenzwinkern, wie seine WM-Elf aussähe.
Mario Basler stellt in Rudi Brückner – der Talk seine WM-Elf vor. Besonders auffällig: ein prominenter Name fehlt in der Aufstellung.
Alex Steudel
Alex Steudel

Kaum waren die Bits und Bytes meiner letzten Nationalelf-Kolumne getrocknet, passierte es: Covid hat Hansi Flicks WM-Testpläne über den Haufen geschmissen.

Womit das Nations-League-Spiel heute gegen Ungarn (Nations League: Deutschland - Ungarn ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) die Aussagekraft einer Generalprobe an der Mailänder Scala hat, bei der DJ Ötzi und Andrea Berg einspringen müssen.

Die Zeit wird knapp, bis zur WM gibt es danach nur noch zwei Testmöglichkeiten. Der Ernstfall muss also simuliert werden, was eigentlich Computer übernehmen. Doch wir sind ja beim Fußball, da heißen die Computer noch Mario Basler.

Mit dieser Aufstellung würde Mario Basler bei der WM in Katar spielen
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Baslers WM-Elf: Neuer - Henrichs, Süle, Schlotterbeck, Raum - Kimmich, Goretzka - Musiala, Gündogan, Sané - Havertz

Thomas Müller: Letztes freies Radikal des Fußballs

Widerspruch war natürlich programmiert. Radio Müller mag keine eigentlichen Stärken haben, was die Macher des Konsolenkicks FIFA Jahr für Jahr an ihm verzweifeln lässt.

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Sie sind da in bester Gesellschaft: Der Bayer ist das letzte freie Radikal des Fußballs. Völlig unberechenbar. Du weißt als Gegenspieler nie, was er gerade plant, und wo er sich im nächsten Moment herumtreiben wird.

Mich erinnert Thomas Müller an diese Mücke, die mir seit Jahren in jeden Urlaub nachreist und nachts im Schlafzimmer herumsurrt. Sie macht mich wahnsinnig, und nie kriege ich sie zu fassen.

Thomas Müller, heute Abend sogar Kapitän, muss also rein in die Stammelf. Auch sonst stimme ich kaum mit Super-Mario überein. Aber fangen wir erstmal mit dem Positiven an.

Manuel Neuer: Keine Diskussion im DFB-Tor

Manuel Neuer geht klar. Dann Innenverteidigung: Niklas Süle, Nico Schlotterbeck. Das war einfach, Safety Shot, es gibt halt nur die zwei in Deutschland. (Außer vielleicht noch die geschwindigkeitsgedrosselte Version: Mats Hummels.)

Im aktuellen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft fehlt Mats Hummels im Kader von Hansi Flick. Was aber noch nichts für die WM im November bedeutet.
00:30
Hansi Flick über die Chancen von Mats Hummels für die WM in Katar

Links hinten: David Raum? Hmm. Rechts setzt Basler auf Henrichs.

Henrichs? Kennt den jemand? Wie heißt der gleich mit Vornamen?

Selbst Fußballkenner vermuten, dass das der Typ aus Freiburg/Dortmund sein muss: „War der nicht schon bei der WM 1998 dabei?“ Nein, es handelt sich nicht um Jörg Heinrich, sondern um Benjamin aus Leipzig.

Tja, Deutschland leidet rechts hinten unter Fachkräftemangel. Da ist kein Einziger, der auch nur mit einem Kylian Mbappé auf Baldrian zurechtkäme.

Fragezeichen hinter Sané und Goretzka

Eine Möglichkeit: In Katar ganz auf Rechtverteidiger verzichten und mit zehn Mann spielen. Wir hätten bei der Wüstenhitze einen Vorteil - nämlich immer einen mehr auf der Bank, der sich erholen kann.

Und dann das Mittelfeld: Leroy Sané und Jamal Musiala außen, Kai Havertz im Sturm. Ich fächele Mario weißen Rauch (nikotinfrei) zu. Wobei wir alle hoffen müssen, dass sich Sanés Biorhythmus-Kurve bei 50 Grad im Schatten nach oben biegt, und er im entscheidenden Moment Lust verspürt.

SPORT1 Experte Mario Basler stellt seine Wunschelf für die WM auf. Überraschenderweise verzichtet er auf Thomas Müller. Ist der Bayern-Star wirklich nicht mehr gut genug?
03:03
Mario Basler will Thomas Müller bei der WM 2022 nicht in der DFB-Startelf sehen

Mein nächstes Veto: Leon Goretzka, auch Arnie genannt, der Mann mit den Muckis, die aus dem Nichts kamen. Ihn sieht Basler in der Stammelf. Ich weiß nicht recht. Seit Goretzka aussieht wie eine Mischung aus Hulk und Tim Wiese, wirkt er auf mich behäbig. Laut aws-Messungen ist er nur 276-schnellster Profi der Bundesliga-Saison.

Und wir spielen zum WM-Auftakt gegen die Japaner. Genau, die kleinen Pfeilschnellen.

Gündogan glänzt bei ManCity - aber beim DFB?

Jetzt zur WM-Schaltzentrale: Basler setzt auf Ilkay Gündogan. Echt? Ich weiß, der Mann ist Kapitän bei Manchester City. Was ich nicht weiß: Wer der Typ ist, der immer zu Länderspielen anreist.

Ein entfernter Cousin? Der auf dem Erdogan-Foto?

Aber meckern kann jeder. Ich werde jetzt konstruktiv.

Wäre der Steudel Deutschlandtrainer (Bundestrainer darf man ja nicht mehr sagen), sähe die Startelf am 23. November gegen Japan so aus:

Tor

Neuer (Flatrate-Nominierung: gilt für WM 2026 & 2030 gleich mit)

Abwehr

Maierle (also irgendeiner, den Christian Streich noch schnell entdeckt), Süle (löst mit seiner Erscheinung Schreckzustände bei Japanern aus), Schlotterbeck, Baumgartl (Vollschwabe und Tabellenführer, also Win-win, sichere Sache)

Mittelfeld

Sané, Kimmich, Kroos (lohnt sich schon wegen der Interviews nach Abpfiff, weiß noch nichts von seinem Glück), Musiala

Sturm

Havertz, Becker (Topstürmer von Union, pflanzt den Bayern im Kader das Sieger-Gen ein; spielt zwar für Surinam, könnte aber vom DFB wegen des Nachnamens rausgeklagt werden)

Übrigens hat keiner eine HSV-Vergangenheit. Also dann: WM-Finale, wir kommen!

Alex Steudel ist freier Journalist. Er war Bayern- und Nationalmannschaftsreporter und Chefredakteur von Sport Bild. Heute widmet er sich in seiner Kolumne für SPORT1 auf nicht immer ganz ernstgemeinte Weise aktuellen Fußball-Themen. Steudel-Kolumnen gibt es regelmäßig auch im täglichen Fußball-Newsletter Fever Pit‘ch von SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk. Den kostenlosen Newsletter erhalten Sie hier: https://newsletter.fever-pit.ch/