Ursprünglich sollte Sandro Wagner nur für das Spiel gegen Frankreich als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft fungieren. Doch nun wurde er zum Co-Trainer von Neu-Bundestrainer Julian Nagelsmann ernannt.
"Werden ihn als Bundesliga-Trainer sehen": Ex-Boss mit Wagner-Ansage und Nagelsmann-Klartext
Ex-Boss mit Ansage zu Wagner
Für den ehemaligen Trainer der SpVgg Unterhaching gibt es auf anderer Ebene Konsequenzen. Wagner wird seinen Job als TV-Experte aufgeben. Der Ex-Nationalspieler wollte ab diesem Sommer ausschließlich für das ZDF kommentieren.
Breyer bestätigt Wagner-Aus beim ZDF
Doch daraus wird nun nichts. Das bestätigte ZDF-Moderator Jochen Breyer. Er sagte im Sportstudio: „Das ist ein schmerzhafter Verlust für uns im ZDF.“
Doch wird Wagner überhaupt lange beim DFB bleiben? Wenn es nach Hoffenheims Geschäftsführer Alexander Rosen geht, dann ist die Nationalmannschaft nur eine Durchgangsstation für den 35-Jährigen.
Ex-Boss mit Wagner-Ansage
Rosen meinte im Sportstudio: „Ich lege mich fest: Wir werden Sandro bald in der Bundesliga als Trainer sehen.“
Wenige können Wagner so gut einschätzen wie der Funktionär, der den Kommentator Wagner als „noch besser“ einstufte als den Spieler Wagner. Immerhin stürmte Wagner von Juli 2016 bis Januar 2018 für die Sinsheimer und Rosen war für den Transfer verantwortlich.
Rosen schwärmt von Nagelsmann
Rosen äußerte sich auch zu Julian Nagelsmann, der seine Karriere als Bundesliga-Coach bei Hoffenheim im Februar 2016 mit gerade einmal 28 Jahren begann und zuvor bereits in der Jugend des Vereins als Coach aufgefallen. „Ich wehre mich aber dagegen, als Entdecker von ihm bezeichnet zu werden. Er war auffällig genug“, so Rosen.
Er erklärte weiter: „Wir haben immer noch Kontakt und haben auch nach der Pressekonferenz Kontakt gehabt. Er hat eine tolle PK abgeliefert. Und es war unheimlich angemessen. Er ist sich bewusst, welche Aufgabe er hat.“
Nagelsmann hatte unter anderem angekündigt, dass er nach seinem Aus beim FC Bayern im Frühjahr viel nachgedacht habe und Fehler nicht wiederholen will.
Rosen mutmaßte, was Nagelsmann genau meinte und formulierte einen kleinen Seitenhieb in Richtung München: „Ich kann mir vorstellen, dass Julian vor allem die Kommunikation meint. Da war er bei Bayern die ersten eineinhalb Jahre quasi allein für alles zuständig und wurde meiner Meinung nach auch alleingelassen. Wenn dann Druck kommt, dann schießt man auch mal über das Ziel hinaus.“