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DFB-Team: Nagelsmann-Abrechnung! Matthäus: "Weiß nicht mal, welches System er spielt"

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DFB-Team: Nagelsmann-Abrechnung! Matthäus: "Weiß nicht mal, welches System er spielt"

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Matthäus fordert Bayern-Star

Vor der Europameisterschaft im eigenen Land steht die deutsche Nationalmannschaft immer wieder in der Kritik. Zwei TV-Experten bemängeln die Kader-Qualität und ein fehlendes System - und das drastisch.
Julian Nagelsmanns Ära beim DFB scheint bisher von Erfolgslosigkeit geprägt - war die Trainerverpflichtung eine Fehlentscheidung?
SPORT1
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von SPORT1

Ist die deutsche Nationalmannschaft noch konkurrenzfähig? Aufgrund des aktuellen Formtiefs vor der Heim-EM im kommenden Sommer steht das DFB-Team regelmäßig in der Kritik.

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Insbesondere der fehlende Plan der Trainer, zuerst Hansi Flick, dann Julian Nagelsmann, stößt einigen Experten übel auf. Lothar Matthäus nahm das als Grundlage, um am Sonntagabend bei Sky90 zu einer fulminanten Wutrede anzusetzen - mitsamt Vergleich zur Weltmeister-Mannschaft von 1990.

Matthäus: „Der Völler wusste, wo er spielt“

„1990, der Augenthaler wusste, wo er spielt. Der Kohler wusste, wo er spielt. Der Brehme wusste, wo er spielt. Der Völler wusste, wo er spielt. Der Klinsmann wusste, wo er spielt. Ich durfte auch mitspielen. Ich wusste aber auch, wo ich spiele“, so der deutsche Rekord-Nationalspieler.

Der Vergleich zum heutigen DFB-Team?

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„Spielt ter Stegen oder Neuer? Spielen wir mit richtiger Spitze oder doch nochmal der Havertz da irgendwo vorne“, fragte Matthäus und ergänzte: „Spielen wir mit einer Doppel-Sechs und wie sieht die aus? Ich sehe jetzt nicht unbedingt Spieler, die heute hundertprozentig wissen, wenn sie sich bis zum nächsten Sommer nicht verletzen: Ich spiele.“

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„Ich weiß nicht mal, welches System er spielt. Ich weiß nicht, wie viele Spieler einen Stammplatz haben“, häufte der ehemalige Bayern-Profi seine Fragen.

Ein Grund für die augenscheinliche Planlosigkeit könnte nach Heribert Bruchhagen die mangelnde Qualität der verfügbaren Spieler sein. „Wir haben keinen Mittelstürmer von internationaler Klasse“, behauptete der langjährige Fußballfunktionär ebenfalls bei Sky 90.

DFB? Musiala einziger Lichtblick

Das Sturmzentrum ist für den Experten jedoch nicht die einzige Baustelle im Kader. „Wir haben keine Linienspieler, rechts und links nicht. Das sind alles ordentliche Bundesliga-Spieler, aber auf internationalem Parkett sind sie nicht konkurrenzfähig zurzeit“, zog Bruchhagen sein drastisches Fazit.

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Einzig auf eine Personalie konnte sich die Runde einigen: „Musiala, der muss gesetzt sein“, plädierte Matthäus für den bayerischen Meistermacher.

Während sich der ehemalige Bundesliga-Profi Bastian Oczipka noch hoffnungsvoll zeigte, dass DFB-Trainer Julian Nagelsmann mit ausreichend Zeit die nötige Euphorie entfachen könne, äußerte Matthäus Skepsis.

Selbst die interne Stimmung lasse zu Wünschen übrig: „Beim Spiel gegen die Türkei hat sich das Aufbäumen nicht gezeigt. Das macht mir keine Hoffnung. Österreich war dann nochmal schlechter.“

Konstanz und ein geregeltes System seien für Matthäus besonders wichtig, um eine erfolgreiche Europameisterschaft zu spielen.