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DFB-Team: Nagelsmann nominiert neben Füllkrug auch Ducksch - „Die hässlichen Vögel“ als DFB-Adler

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DFB-Team: Nagelsmann nominiert neben Füllkrug auch Ducksch - „Die hässlichen Vögel“ als DFB-Adler

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„Hässliche Vögel“ als DFB-Trumpf

Julian Nagelsmann nominiert Marvin Ducksch für die deutsche Nationalmannschaft. Der Bundestrainer vereinigt damit „die hässlichen Vögel“. Ist nun sogar eine Doppelspitze mit Ducksch und seinem kongenialen Partner möglich?
Marvin Ducksch vom SV Werder Bremen ist erstmals bei der Nationalmannschaft dabei. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt, warum er den Stürmer nominiert hat.
Vincent Wuttke
Vincent Wuttke

Es hat nicht lange gedauert, bis Niclas Füllkrug auf die Bekanntgabe des DFB-Kaders für die anstehenden Testspiele gegen die Türkei (18. November) und Österreich (21. November) reagiert hat. Bei Instagram teilte der BVB-Star die Übersicht des Kaders und richtete seine Glückwünsche an einen seiner dicken Kumpel: Marvin Ducksch.

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Kurz zuvor hatte Bundestrainer jenen Ducksch erstmals in das DFB-Aufgebot geholt und für eine Überraschung gesorgt. Sogar der Bremer Stürmer selbst konnte es erst nicht glauben. Auf der Werder-Homepage verrät er über das Telefonat mit dem Bundestrainer: „Man denkt schon ein Stück weit, dass es Verarsche ist. Das Thema war ja auch ein bisschen medial und der Anruf kam recht nah an der Verkündung. Ich habe seine Stimme aber dann doch recht schnell erkannt und da war mir klar, dass er es ist.“

Ducksch erklärt zudem, dass er danach „am ganzen Körper gezittert“ hat.

Doch warum wird der Stürmer ausgerechnet jetzt belohnt?

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Nagelsmann schwärmt von Ducksch

Nagelsmann begründet: „Er bringt einen guten Grad an Verrücktheit rein, die wir auch brauchen. Gerade als Joker kann er sehr wertvoll sein. Marvin hat sehr gute Standards, einen guten Torabschluss.“

Zudem fügt der Bundestrainer an: „Er kennt ‚Fülle‘ sehr, sehr gut. Auch das ist sicherlich eine Komponente, die uns helfen kann.“

Wohl kaum jemand dürfte Füllkrug auf dem Rasen so gut verstehen wie Ducksch!

Von 2021 bis zum Abgang von Füllkrug in Richtung Dortmund am letzten Tag des diesjährigen Sommertransferfensters bildeten die beiden ein starkes Duo bei Werder Bremen.

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Füllkrug mit seiner brachialen Art und seinem schnörkellosen Spiel ergänzte sich perfekt mit dem spielfreudigen und feinen Fußballer Ducksch.

Die Folge: In ihrem ersten gemeinsamen Jahr schossen sie die Norddeutschen quasi im Alleingang in die Bundesliga. Ducksch glänzte mit 20 Toren und zehn Assists. Füllkrug kam auf 19 Treffer und acht Vorlagen.

Und auch in der Bundesliga machten die Stürmer genau in dieser Form weiter. Füllkrug wurde gemeinsam mit Leipzigs Christopher Nkunku sogar Torschützenkönig mit 16 Treffern und fünf Vorlagen. Damit schaffte er den Sprung zur WM.

Ducksch und Füllkrug zauberten bei Werder

Und auch Ducksch blieb neben seinem Sturmpartner in Topform. Er feierte zwölf Treffer und sieben Assists.

Als Füllkrug einmal gefragt wurde, welchen Spitznamen er den beiden geben würde, sagte er: „Die hässlichen Vögel.“

Und sein Sturmpartner konterte wenig später scherzend: „Ich habe ihn direkt darauf angesprochen, warum er sich keinen besseren Namen hat einfallen lassen. Ich nehme es jetzt einfach mit Humor.“

Auch deshalb garnierte Füllkrug seinen Glückwunsch-Post mit zwei Vögeln.

Mittlerweile sind die Angreifer also beide zu echten DFB-Adlern gereift und werden wiedervereint.

Ducksch bekommt Chance beim DFB

Dabei darf sich Ducksch nun Hoffnungen machen, bei der Heim-EM im nächsten Jahr dabei zu sein.

„Wir wollen im Hinblick auf die EM noch einen zweiten, dritten richtigen Stürmer dabei haben und dafür haben wir eben drei, vier Kandidaten“, sagte Nagelsmann. Beim Bundestrainer scheint auch ein System mit zwei Stürmern möglich.

Doch auch HSV-Profi Robert Glatzel, Union-Angreifer Kevin Behrens, Stuttgarts Stürmer Deniz Undav, Hoffenheims Juwel Maximilian Beier oder BVB-Supertalent Youssoufa Moukoko dürfen noch hoffen.

Denn Nagelsmann zeigt: Leistung wird belohnt. Und wer bei seinem Verein nicht liefert, wird eben nicht nominiert.

Es dürfte aber klar sein, dass sich vor allem Füllkrug freuen dürfte, wenn Ducksch ab sofort häufiger dabei sein sollte.

Ducksch und Füllkrug dicke Freunde

Die beiden sind an der Weser zu dicken Freunden geworden, haben beide durch ihre lockere Art und mit launigen Interviews auch Pluspunkte bei den Fans gesammelt.

„Ich habe mich gefreut“, kommentierte Ducksch deshalb auch den Wechsel seines Kumpels zum BVB im Sommer. „Ich habe ihm noch ein paar Restaurant-Tipps in Dortmund mit auf den Weg gegeben.“

Seitdem stehen die Stürmer regelmäßig in Kontakt, schreiben sich Nachrichten oder telefonieren miteinander.

So wusste Füllkrug auch übrigens vor einigen Tagen als einer der ersten von der Überraschung. Ducksch sagt: „Ich habe ihn versucht zu erreichen, aber er ist nicht rangegangen. Am Abend haben wir dann getextet.“