Stammkeeper ist Jonas Urbig noch nicht, vielmehr ist er der Edelvertreter von Manuel Neuer. Und doch darf sich der Torwart-Youngster des FC Bayern aktuell womöglich Hoffnungen auf eine Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die anstehende WM machen - findet zumindest Roman Weidenfeller.
DFB-Team: Urbig zur WM? Legende „würde ihn mitnehmen“
Urbig zur WM? „Würde ihn mitnehmen“
Der Weltmeister von 2014 sprach sich im Doppelpass bei SPORT1 eindeutig für den 22-Jährigen aus.
„Ich würde Jonas Urbig mitnehmen zur Weltmeisterschaft, weil er das Alter und das Talent dazu hat, in naher Zukunft deutscher Nationaltorwart zu werden – aber nicht als Nummer eins Stand jetzt für die WM“, erklärte die BVB-Legende.
Diese WM-Torhüter würde Weidenfeller mitnehmen
Weidenfeller, der selbst fünf Länderspiele absolvierte, erklärte weiter: „Nummer eins ist Baumann, klar. Dann Nübel und Urbig. Du kannst dich darüber streiten, ob du Urbig auf die Zwei packst und Nübel dahinter.”
Der auf höchstem Level noch eher unerfahrene Urbig wäre wohl vor allem eine Option für die Zukunft. In dieser Saison kommt er auf elf Einsätze. Für Deutschlands U21 absolvierte er insgesamt acht Partien.
Bliebe die Frage nach Marc-André ter Stegen: „Ter Stegen hat keine Chance“, lautete das klare Urteil von Weidenfeller.
Zum Hintergrund: Der an den FC Girona ausgeliehene Nationalkeeper hat sich Anfang Februar eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird bis zu zwei Monate ausfallen. Es war erst der zweite Einsatz ter Stegens für seinen neuen Klub, nachdem der 33-Jährige in der Hinrunde beim FC Barcelona nur einen Einsatz verzeichnen konnte.
Plädoyer für Baumann
Weidenfeller sprach sich ganz deutlich dafür aus, die Diskussionen um Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) als Stammkeeper zu beenden. “Oliver hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, spielt eine überragende Saison mit Hoffenheim, ist Garant dafür, dass sie auf Platz drei stehen, ist unheimlich erfahren, strahlt eine sehr gute Ruhe aus.”
Zudem hat der Ex-Profi auch eine Vermutung. „Ich glaube, dass Nagelsmann sehr festgelegt ist, weil sich die beiden schon aus Hoffenheimer Zeiten kennen. Sie haben ein gewisses Vertrauensverhältnis.“