Bundestrainer Jürgen Klopp hat eine entscheidende Bedingung für einen Einsatz von Florian Wirtz im DFB-Team genannt.
Jürgen Klopp nennt Bedingung für Einsatz von Florian Wirtz
Wirtz? Klopp nennt Bedingung
„Ich glaube, die (Liverpool; Anm. d. Red.) werden lernen, ihn einzubauen, und Flo muss einfach nur sein Spiel spielen. Darum geht’s. Und das würde ich ihm gerne irgendwann ermöglichen. Aber wer bei uns mitspielen will, da muss Gegenpressing mit dabei sein“, sagte Klopp vor dem Bundesliga-Auftakt zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart (5:1) bei Sky.
Zugleich nannte der 59-Jährige ein Beispiel aus seiner Vergangenheit: „Ich habe mit Shinji Kagawa auf der Zehn gespielt. Der hat nicht einen Zweikampf geführt und war trotzdem einer der besten Gegenpressing-Spieler, die ich je hatte. Es geht nicht um die Körperlichkeit. Es geht darum, auch sich da einbringen zu wollen.“
Harsche Kritik an Florian Wirtz
Fußballerisch sei Wirtz „über jeden Zweifel erhaben – bei mir und bei allen anderen auch. Aber Jamie Carragher, Gary Neville und so weiter – die sind natürlich immer die Ersten, die nervös werden in England“, erklärte Klopp.
Wirtz läuft auch in seiner zweiten Saison beim FC Liverpool den Erwartungen hinterher. Zuletzt hatten ihn Carragher und Neville harsch kritisiert und ihm mangelnden Einsatz vorgeworfen. Der frühere Leverkusen-Profi räumte jüngst ein, im Training „jeden Tag fast an meine Grenzen gehen“ zu müssen.
„Ich habe mit Flo gesprochen. Angenehm, nicht überrespektvoll, dass ich das Gefühl hatte, ich muss irgendeine Nuss knacken. […] Das Problem im Fußball ist – und das ist die Aufgabe des jeweiligen Trainers -, dass man das Talent oder die Spieler so einbaut und auf die Position stellt, auf denen sie am besten funktionieren. Ich glaube, das zumindest haben sie bei Liverpool absolut verstanden, wo er eigentlich spielen muss“, sagte Klopp weiter.
Der Lernauftrag des Bundestrainers: „Er muss so spielen, dass der Trainer am Ende gar nicht auf die Idee kommt, ihn rauszuholen. Das ist ja nun mal so. Da können wir ihm nicht helfen.“