Jürgen Klopp muss sich als Bundestrainer im Vergleich zu seiner vorherigen Tätigkeit als Vereinscoach im Hinblick auf die alltäglichen Abläufe etwas umstellen. DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat allerdings keine Bedenken und will auch Geduld walten lassen.
Watzke über Klopp: "Für Jürgen ist es eine neue Situation"
Watzke: „Neue Situation für Jürgen“
„Für Jürgen ist es eine neue Situation, man muss ihn auch in diese Situation reinwachsen lassen. Als Vereinstrainer hast du deine Jungs jeden Tag versammelt und kannst mehr einwirken“, sagte Watzke in einem Interview mit RTL/Sky.
Hans-Joachim Watzkes Vertrauen in Jürgen Klopp „ist riesengroß“
Klopp werde versuchen, „die Jungs in eine Richtung marschieren zu lassen, und dann muss man ihn einfach machen lassen“, führte Watzke weiter aus: „Mein Vertrauen zu ihm ist riesengroß. Lasst ihn einfach machen und dann wird am Ende etwas Gutes dabei rauskommen.“
Klopp tritt beim DFB die Nachfolge von Julian Nagelsmann an. Der 39-Jährige war nach dem frühen Scheitern der Nationalmannschaft im WM-Sechzehntelfinale zurückgetreten.
An Klopp, der den BVB 2011 zur deutschen Meisterschaft führte und ein Jahr später das Double gewann, hat Watzke im Vergleich zur Vergangenheit gewisse Veränderungen erkannt.
„Wer sich in 20 Jahren nicht verändert, der sollte sich fragen, was er im Leben falsch gemacht hat. Mit wachsenden Erfahrungen und Erfolgen veränderst du dich auch, das ist klar. Man muss ja nur mal erleben, was da um ihn für ein Hype entsteht“, sagte der 67-Jährige.
Watzke über Klopp: „Er weiß schon, was das für eine große Aufgabe ist“
„Sein Fußball hat sich zwar nicht in den Stilelementen, aber in der Komposition verändert“, ergänzte Watzke und verwies auf Klopps großes Netzwerk und seine Erfahrung. „Er weiß schon, was das für eine große Aufgabe ist.“
Der frühere BVB- und Liverpool-Trainer gibt am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande sein Debüt als Bundestrainer. Eine Woche zuvor nominiert er sein Aufgebot für die ersten Spiele in der Nations League. Die weiteren Gegner sind Griechenland und Serbien.
Watzke widersprach zugleich Uli Hoeneß nach dessen Kritik an einem angeblichen „Friendly Takeover“ beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).