Grund für aberkanntes Deutschland-Gegentor enthüllt

"Auch das stimmt nicht": Klopp lacht Vorwürfe weg
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"Auch das stimmt nicht": Klopp lacht Vorwürfe weg

Die Aberkennung des Kopfballtreffers von Virgil van Dijk gegen Deutschland sorgt für Diskussionen. Doch die ganze Aufregung ist wohl unberechtigt.

Rafael van der Vaart sprach von einer „Schande“, auch Virgil van Dijk kritisierte die Aberkennung seines Kopfballtreffers beim 1:1 der Niederlande in der Nations League gegen Deutschland. Doch die ganze Aufregung war offenbar umsonst, denn einen Tag später wurde der wahre Grund für die Annullierung des Führungstreffers für die Elftal in der 15. Minute enthüllt.

Wie der deutsche Fußball-Bund (DFB) dem kicker bestätigte, ahndete Schiedsrichter Alejandro Hernández Hernández in der Situation eine Abseitsstellung von Brian Brobbey. Der spanische Unparteiische wurde daher im Rahmen des VAR-Checks in die Review Area gebeten, um zu bewerten, ob Brobbey in der Szene aktiv ins Geschehen eingreift.

Oranje-Kapitän Virgil van Dijk (3.v.l.) diskutiert mit Schiedsrichter Alejandro Hernández Hernández
Oranje-Kapitän Virgil van Dijk (3.v.l.) diskutiert mit Schiedsrichter Alejandro Hernández HernándezOranje-Kapitän Virgil van Dijk (3.v.l.) diskutiert mit Schiedsrichter Alejandro Hernández Hernández© IMAGO/ANP

Auf den TV-Bildern ist zu erkennen, wie Brobbey im Fünfmeterraum noch einen Schritt in Richtung Marc-André ter Stegen machte und diesen am Herauslaufen hinderte. Es kam auch zu einer Berührung. Van Dijk lenkte in dem Moment die Ecke von Tijjani Reijnders per Kopf ins Netz.

Aufregung um Deutschland-Gegentor: Foulspiel als Grund auf der Anzeigetafel

Hernández Hernández erläuterte seine Entscheidung nicht mit einer Ansage über die Stadionlautsprecher, wie es mittlerweile in immer mehr Ligen und Wettbewerben üblich ist. Auf der Anzeigetafel im Stadion wurde zudem ein Foulspiel als Grund für die Aberkennung genannt. Die Niederländer kritisierten den Pfiff anschließend mit heftigen Worten.

Auf der Stadionleinwand wurde ein Foulspiel als Grund genannt
Auf der Stadionleinwand wurde ein Foulspiel als Grund genanntAuf der Stadionleinwand wurde ein Foulspiel als Grund genannt© IMAGO/Maximilian Koch

„Das ist eine absolute Schande“, wetterte Ex-HSV-Profi van der Vaart als NOS-Experte. „Es ist unglaublich“, schimpfte der 109-malige Nationalspieler. Brobbey mache „ja kaum etwas. Man darf sich natürlich berühren. Der Torwart darf nicht machen, was er will. Es war einfach eine sehr schwache Torwartleistung.“

DEINE MEINUNG

Dem schloss sich Ex-Profi Ronald de Boer an: „Das war kein grobes Foul; das ist völlig unfair.“ Laut van Dijk sei der Treffer „sehr leichtfertig“ aberkannt worden.

Klopp weist Kritik zurück – auch Ex-Schiri Gräfe äußert sich

Bundestrainer Jürgen Klopp widersprach dieser Sichtweise. Brobbey sei „fast viereckig, Marc kommt nicht dran vorbei“, sagte er bei RTL: „Es ist eine tolle Ecke, aber es ist ein Foul.“

Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hielt eine Aberkennung des Treffers allein aufgrund eines Foulspiels ebenfalls für vertretbar, da gemäß neuer Regelauslegung in dieser Saison die Torhüterbehinderung bei Standardsituationen stärker geahndet werden soll.

Es sei nicht viel, „aber nach neuer Auslegung von Uefa so gewollt und richtig“, schrieb Gräfe beim Kurznachrichtendienst X.

Da der Treffer aber ohnehin aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt wurde, dürfte die hitzige Debatte um das Tor auch wieder rasch abkühlen.

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