Niederlande erreichen Achtelfinale

Niederlande erreichen Achtelfinale

Die Niederlande schlagen Österreich und erreichen als dritte Mannschaft das EM-Achtelfinale. Österreich hat ebenfalls noch alle Chancen.
Die Niederlande schlagen Österreich und erreichen als dritte Mannschaft das EM-Achtelfinale. David Alaba verursacht einen Elfmeter.
Böser Fehltritt! Hier patzt Alaba Oranje zum Gruppensieg
03:03
. SPORT1
von SPORT1
am 17. Juni

Die Niederlande haben als dritte Mannschaft das Achtelfinale der Europameisterschaft erreicht.

Ermöglicht wurde das durch einen 2:0-Sieg über Österreich, das trotz der Niederlage weiterhin alle Chancen aufs Weiterkommen hat. (Tabellen der EM)

Während die Elftal mit sechs Punkten auf Rang eins der Gruppe C thront, steht Österreich mit drei Punkten auf Platz drei. Dazwischen rangiert die Ukraine, die auch drei Punkte aufzuweisen hat. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

Zugleich sind die Niederländer offiziell Gruppensieger, können wegen des direkten Vergleichs nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.

Die Tore für die Niederlande erzielten Memphis Depay per Elfmeter (11.) und Denzel Dumfries (67.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Das Wichtigste sind die drei Punkte, aber wir wollen mehr", sagte Dumfries, der bereits in Spiel eins gegen die Ukraine getroffen hatte, beim ZDF.

Die Elftal hatte es zuletzt 2008 aus der EM-Vorrunde heraus geschafft, 2012 war sie als Vize-Weltmeister in der deutschen Gruppe gescheitert, 2016 wie bei der WM 2018 gar nicht qualifiziert.

Gegner im Achtelfinale könnte die deutsche Nationalmannschaft sein, wenn sie Gruppendritter werden sollte.

Alaba verursacht Elfmeter

Die Niederlage der Österreicher, die vor dem letzten Gruppenspiel am Montag gegen die Ukraine weiter gute Chancen auf das Weiterkommen haben, leitete ausgerechnet Kapitän David Alaba ein.

In seinem 83. Länderspiel, mit dem er mit der Legende Herbert Prohaska gleichzog, verursachte der langjährige Bayern-Star schon früh einen Elfmeter. 

Sein Foul gegen Dumfries an der Strafraumkante ahndete Schiedsrichter Orel Grinfeeld (Israel) aber erst nach Videobeweis. In 298 Bundesligaspielen hatte Alaba nie einen Elfmeter verursacht.

"Ich würde nicht sagen, dass der Elfmeter uns aus dem Tritt gebracht hat", sagte Alaba anschließend. "Natürlich ist das bitter. Ich gehe ein bisschen zu aggressiv hin, das geht auf meine Kappe. Trotzdem haben wir uns nicht verwirren lassen, haben weiterhin aufs 1:1 gespielt. Ich bin stolz auf die Mannschaft."

Trainer Franco Foda hatte den 28-Jährigen wie schon beim 3:1 gegen Nordmazedonien in der Innenverteidigung aufgestellt. Stürmer Marko Arnautovic war wegen Beleidigung eines Gegenspielers gesperrt.

Der Augsburger Michael Gregoritsch, gegen Nordmazedonien als Joker der Siegtorschütze, rückte in die erste Elf.

Weghorst wieder in der Startelf

In der Elftal festgespielt hat sich vorerst Wout Weghorst, der Bundesliga-Stürmer des VfL Wolfsburg stand erneut in der Startelf. Bondscoach Frank de Boer holte im Vergleich zum 3:2 gegen die Ukraine nur den zuvor angeschlagenen Matthijs de Ligt (Juventus Turin) zurück in die Verteidigung.

Die Österreicher brauchten fast eine halbe Stunde, um erstmals aussichtsreich in den Oranje-Strafraum zu kommen. Der Hoffenheimer Christoph Baumgartner kam aber nicht an de Ligt vorbei (28.).

Auch ein Fernschuss des Frankfurters Martin Hinteregger blieb harmlos (35.). Wieder fehlten aber in der Offensive die Ideen von Alaba, der als Ballverteiler im Abwehrzentrum hinten gebunden war.

Die Niederländer, die gegen die Ukraine zeitweise ein Offensiv-Feuerwerk abgebrannt hatten, spielten sehr kontrolliert. Phasenweise überließen sie Alaba und Co. sogar die Initiative.

Die beste Chance hatte jedoch Oranje mit einem Konter: Nach Zuspiel von Weghorst schoss Depay völlig frei über das Tor (40.).

Die Gastgeber verteidigten auch nach der Pause geschickt, Österreich fand weiter kein Rezept. In Gefahr geriet das Tor von Oldie Maarten Stekelenburg kaum. Wenn Oranje das Tempo anzog, wurde es ernst: Stefan de Vrij scheiterte mit einem Kopfball an Keeper Daniel Bachmann, de Ligt mit dem Nachschuss am blockenden Gregoritsch (61.). 

Besser machte es Dumfries nach einem weiteren Konter: Das Zuspiel des eingewechselten Donyell Malen verwertete der 25-Jährige eiskalt. Alaba versuchte nun, im linken Mittelfeld mehr für die Offensive zu tun - immerhin sprang ein gefährlicher Fernschuss heraus (81.).

Mit SID (Sport-Informations-Dienst)

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