Eriksen guckt Dänen-Spiel in Klinik

Eriksen guckt Dänen-Spiel in Klinik

Christian Eriksen wird das zweite EM-Spiel der dänischen Nationalmannschaft gegen Belgien aus dem Krankenhaus verfolgen. Sein Trainer hat gute Nachrichten.
Kardiologe Sanjay Sharma hat mit Christian Eriksen bei Tottenham zusammengearbeitet. Der Arzt hält es für unwahrscheinlich, dass der Däne bei Inter Mailand weiterspielen kann.
Eriksens Ex-Arzt macht wenig Hoffnungen auf Comeback
00:51
. SID
von SID
am 16. Juni

Mittelfeldspieler Christian Eriksen wird das zweite EM-Spiel der dänischen Nationalmannschaft gegen Belgien aus dem Krankenhaus verfolgen.

"Ich denke, er wird die Partie ansehen und vielleicht sogar sein Trikot anziehen", sagte Nationaltrainer Kasper Hjulmand: "Es ist sehr verrückt. Das Krankenhaus ist direkt neben dem Parken, vielleicht wird er die Stimmung sogar hören."

Eriksen befindet sich seit seinem Kollaps im Spiel gegen Finnland im Kopenhagener Rigshospitalet. Der 29-Jährige ist wach und stabil, allerdings stehen noch weitere Untersuchungen an.

Hjulmand und Dänemark unter Druck

"Er fühlt sich gut", sagte Hjulmand. Eriksen habe bereits beim 0:1 gegen Finnland schon wieder die letzten zehn Minuten am Fernseher verfolgt. Am Donnerstag (18 Uhr) gegen Belgien steht Dänemark nach der Auftaktpleite bereits unter Druck.

Keiner der dänischen Nationalspieler wird wohl vom Angebot ihres Trainers Gebrauch machen und freiwillig auf einen Einsatz gegen Belgien verzichten. "Wir hatten großartige Trainings", sagte Hjulmand: "Ich glaube, dass alle Jungs am Donnerstag bereit sind."

Der 49-Jährige hatte zuvor angekündigt, den Spielern selbst die Entscheidung zu überlassen, ob sie nach dem Drama um Eriksen mental für die kommende Partie bereit sind.

Poulsen und Delaney über Zustand der Mannschaft

Zur besseren Verarbeitung der Ereignisse bietet der dänische Fußballverband (DBU) den Spielern zusätzlich am Mittwochabend einen Trip zum Kopenhagener Parken-Stadion an. "Das Angebot ist da, jeder kann den Trip Richtung Parken machen", sagte Angreifer Yussuf Poulsen auf der Pressekonferenz: "Ich habe noch nicht darüber entschieden. Wie wir reagieren, wenn wir zurückkommen, wissen wir nicht."

Der Leipziger glaubt, dass die Mannschaft an dem dramatischen Ereignissen um Eriksen sogar wachsen könne. "Etwas wie das zusammen zu erleben, macht dich noch stärker", sagte der 27-Jährige: "Für uns ist das Wichtigste, dass Christian wohlauf ist. Er ist auf dem Weg wieder der normale Christian zu werden." 

Mittelfeldspieler Thomas Delaney sprach von "harten Tagen" für die Mannschaft. Doch mit der Besserung bei Eriksen kehre "langsam Normalität zurück", sagte der Dortmunder Profi: "Fußball ist ein großartiges Ding. Fußball macht etwas mit dir, wenn du spielst. Du vergisst Sachen, wenn du es machst."

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