EM 2021: Saka, Sancho und Rashford nach Finale rassistisch beleidigt

EM 2021: Saka, Sancho und Rashford nach Finale rassistisch beleidigt

Prinz William verurteilt Beleidigungen
Marcus Rashford scheiterte gegen Italien vom Punkt
Marcus Rashford scheiterte gegen Italien vom Punkt
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
am 12. Juli

Üble Beleidigungen gegen Englands tragische Helden.

Die Elfmeter-Fehlschützen Jadon Sancho, Marcus Rashford und Bukayo Saka sind in den sozialen Medien nach dem verlorenen EM-Finale gegen Italien von einer Minderheit kleingeistiger Fußballfans rassistisch beleidigt worden.

So fanden sich unter den jüngsten Instagram-Posts der Youngster umgehend dutzende Kommentare, deren Inhalt übelste Beleidigungen und Verwünschungen waren. (EM 2021, Finale: Italien - England zum Nachlesen im TICKER)

Gareth Southgate hat mit Jadon Sancho und Marcus Rashford die Spieler eingewechselt, die im EM-Finale für England im Elfmeterschießen vergeben haben. Der Coach nimmt die Spieler aus der Schusslinie.
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Southgate nimmt Schuld auf sich: "Meine Entscheidung"

Arsenal baut Saka auf: "Werden immer stolz auf dich sein"

Sakas Klub FC Arsenal reagierte via Twitter: "Fußball kann so grausam sein. Aber für deine Persönlichkeit, deinen Charakter, deine Tapferkeit werden wir immer stolz auf dich sein", posteten die Londoner.

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Auch Manchester United sprach Rashford Unterstützung zu. "Ein Schuss definiert dich weder als Person noch als Spieler. Erinnere dich daran", schrieben die Red Devils.

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Prinz William und Premier Johnson reagieren

Selbst in den höchsten royalen und politischen Kreisen reagierte man auf die Entgleisungen einiger User.

"Die rassistischen Attacken, die nach dem Spiel gestern Abend gegen englische Spieler gerichtet waren, machen mich krank. Es ist völlig inakzeptabel, dass Spieler dieses abscheuliche Verhalten ertragen müssen. Es muss jetzt aufhören und alle Beteiligten sollten zur Rechenschaft gezogen werden", schrieb Prinz William via Twitter.

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Englands Premierminister Boris Johnson kommentierte: "Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden. Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen."

Die Metropolitan Police nahm Ermittlungen auf und kündigte an, die Beleidigungen würden "nicht toleriert" werden. Der englische Verband FA zeigte sich "angewidert" vom Rassismus im Netz und betonte, diese Art Fans seien "nicht willkommen". Zudem wurde die Regierung aufgefordert, endlich die nötigen Gesetze zu verabschieden, um mit Beleidigungen im Netz Schluss machen zu können.

Aufmunternde Nachrichten an Saka und Co. überwiegen

Sehr deutlich in der Überzahl waren allerdings aufbauende Kurznachrichten. An den jungen Flügelstürmer Saka, der ein gutes Turnier gespielt hatte, schrieb ein User: "Kopf hoch, Kumpel, du bist so jung, niemand macht dir einen Vorwurf. Du bist ein Riesentalent."

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Alle drei Spieler hatte Teammanager Gareth Southgate eingewechselt, Sancho und Rashford als vermeintlich sichere Schützen sogar erst in der 120. Minute.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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