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EM 2024: Englischer TV-Beitrag über Gelsenkirchen erregt Unmut

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EM 2024: Englischer TV-Beitrag über Gelsenkirchen erregt Unmut

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Englischer TV-Beitrag erregt Unmut

Ein englischer TV-Reporter zeichnet ein wenig schmeichelhaftes Bild des Spielorts Gelsenkirchen. Auch ein hämisches Fan-Video sorgt für Wirbel - der FC Schalke reagiert.
Bei der EM 2024 in Deutschland wird in zehn Städten gespielt: Die Stadien in München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Dortmund, Leipzig, Hamburg und Berlin sind die Austragungsorte für die EM-Partien.
mhoffmann
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Ein englischer TV-Reporter zeichnet ein wenig schmeichelhaftes Bild des Spielorts Gelsenkirchen. Auch ein hämisches Fan-Video sorgt für Wirbel - der FC Schalke reagiert.

Dieser Reisebericht wirbelt jede Menge Staub rund um die Fußball-Hochburg Gelsenkirchen auf.

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Ein auch online verbreiteter TV-Beitrag des englischen Sky sorgte in den sozialen Medien für jede Menge Gesprächsstoff: Der britische Reporter Kaveh Solhekol berichtete darin über seine Erfahrungen in der Heimatstadt des FC Schalke 04, wo am Sonntagabend Englands Auftaktspiel gegen Serbien steigen wird.

Solhekol zeichnete dabei ein wenig schmeichelhaftes Bild der Ruhr-Metropole und löste damit womöglich mehr Wirbel aus als gewünscht - am Sonntagmorgen war der Beitrag von der Plattform X gelöscht.

„Ich möchte die Menschen in Gelsenkirchen nicht beleidigen“

„Ich muss etwas vorsichtig sein, was ich sage, denn ich möchte die guten Menschen in Gelsenkirchen nicht beleidigen“, begann Solhekol - und setzte dann zu einer längeren Ausführung an, in der das nicht immer gelang.

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„Wir waren gerade erst vier, fünf Tage in München, einer unglaublichen Stadt“, blickte der Journalist zurück: „Gelsenkirchen ist eher das Gegenteil, wir sind im Nordwesten Deutschlands, wo früher die Stahl- und Bergbauindustrie groß war. Die ist nun weg und es ist nicht viel übrig.“

Jenseits der großen Anteilnahme für die Schalker Fußballer gebe es in Gelsenkirchen „nicht viel zu tun und unternehmen“, was etwa Bar- und Restaurantbesuche angehe. Viele englische Fans hätten ihre Zelte deshalb in anderen, weit entfernten Städten aufgeschlagen, von denen aus Gelsenkirchen erreichbar sei: „Frankfurt, Düsseldorf, sogar Hamburg oder in Belgien oder den Niederlanden. Viele sind auch in Köln.“ Solhekol berichtete, dass viele englische Fans, die Gelsenkirchen kennen würden - etwa von der WM 2006 -, „nicht begeistert“ seien „von dem, was Gelsenkirchen anzubieten hat“.

Der Journalist wandte sich dann auch an die englischen Fans und warnte sie vor einem Problem, das vielen ausländischen Besuchern Deutschlands fremd ist: Bei einem Restaurantbesuch hätten er und sein Team nicht mit Kreditkarte bezahlen können, „die einzigen Karten, die sie annehmen, sind schlichte deutsche Bankkarten“. Zu seinem Glück sei er „etwas altmodisch“ und hätte immer Bargeld als Abhilfe dabei, sein Kameramann und sein Produzent hätten sich dagegen lange nach einer Bankfiliale umsehen müssen.

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Gelsenkirchen und die Briten: Auch Schalke schaltet sich ein

Der unter anderem bei X veröffentlichte Report schlug am Samstag einige Wellen im Netz - die Reaktionen schwankten zwischen Empörung und Belustigung.

Die Stimmung mindestens eines Teils der englischen Fans scheint der Beitrag dennoch wiederzugeben, im Netz sorgte am Samstag auch ein Video eines englischen Fans für Gesprächsstoff, der Gelsenkirchen als „s**thole“ (“S****ßloch“) beschimpfte. Über 2,7 Millionen Views wies der Clip am Samstag kurz vor Mitternacht auf.

Der englische Account des FC Schalke 04 antwortete mit einem ironischen Kommentar: „Arbeitest du schon lang bei TripAdvisor?“

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Die Kombination der beiden viralen Beiträge sorgte dafür, dass sich das Thema Gelsenkirchen und die Briten am Wochenende zu einem Running Gag im Social Web entwickelte.

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Die Frage, ob der Reporter-Bericht von Sky der Stadt Gelsenkirchen Unrecht getan hat, wurde jenseits dessen durchaus ernsthaft diskutiert, auch unter englischen Fans.

„Mir fallen ein halbes Dutzend englischer Städte ein, die mit Gelsenkirchen vergleichbar sind, ich bezweifle, dass über diese so berichtet wird“, schrieb einer. „So sieht bei euch doch gefühlt jede Stadt außer London aus, und ihr beschwert euch über Gelsenkirchen“, wunderte sich ein deutscher Anhänger, andere warfen dem Reporter vor, dass seine Kommentare „snobbish“ bzw. „bodenlos“ seien.

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In diversen Reaktionen zu dem Sky-Beitrag ist auch die englische Aussprache Gelsenkirchens und die geographische Zuordnung als Teil von „Nordwestdeutschland“ Thema (die in England für Ruhrgebietsstädte aber nicht unüblich ist). Drohungen in Richtung „Wir sehen uns im Elfmeterschießen“ fehlten natürlich auch nicht.