Rund um das Europa-League-Spiel zwischen dem SC Freiburg und Maccabi Tel Aviv geht es nicht nur um Fußball – sondern auch um Sicherheit. Vor der Partie kam es zu teils erheblichen Verzögerungen beim Einlass. Viele Fans warteten lange vor dem Europa-Park Stadion.
Europa League: Fan-Chaos bei Hochrisikospiel
Fan-Chaos bei Hochrisikospiel
Brisant: Als das Spiel bereits lief, waren noch immer nicht alle Zuschauer im Stadioninneren.
„Trotz aller intensiver Vorbereitungen kam es leider zu Verzögerungen beim Einlass. Grund sind die zeitaufwendigen Sicherheitsüberprüfungen. Wir danken für euer Verständnis“, teilte Freiburg mit.
Die Partie war im Vorfeld im Hinblick auf die politische Lage als Hochrisikospiel eingestuft worden. Entsprechend fielen die Kontrollen deutlich strenger aus als üblich. Auch rund um das Stadion gab es eine starke Polizeipräsenz.
Boykott der aktiven Fanszene
Als Begründung ist von einer „Gesamtkulisse“ die Rede, „die so gravierend in fankulturelle Freiheiten eingreift, dass wir uns entschieden haben, dem Spiel fernzubleiben“.
Gleichzeitig warnten die Fangruppen davor, das Fernbleiben politisch zu instrumentalisieren. Man werde es nicht dulden, „dass Einzelne unser Fernbleiben ausnutzen, um diesen Bereich für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren“.
Demos und Sicherheitslage prägen das Umfeld
Neben den Einlasskontrollen bestimmten auch Demonstrationen und Sicherheitsmaßnahmen das Stadtbild. Im Umfeld des Spiels stand Freiburg unter besonderer Beobachtung – die Behörden wollten mit einem großen Aufgebot einen störungsfreien Ablauf gewährleisten.
Für viele Fans blieb allerdings vor allem der Ärger über die Wartezeiten: Statt Europapokal-Atmosphäre von der ersten Minute an gab es Frust – noch bevor der Ball überhaupt rollte.