Hoffenheim-Schreck wäre fast nach Deutschland gewechselt
Was ist los mit Hoffenheim, Herr Baumann?
Hyeon-gyu Oh wird in der Europa League zum Matchwinner gegen die TSG Hoffenheim. Dass der Stürmer überhaupt bei Besiktas gelandet ist, hängt mit einem geplatzen Transfer zum VfB Stuttgart zusammen.
Hyeon-gyu Oh hat die TSG Hoffenheim mit einem Doppelpack noch tiefer in die Krise gestürzt: Der Stürmer von Besiktas erzielte beim 3:2-Auswärtssieg in der Europa League gleich zwei Treffer und avancierte damit zum entscheidenden Mann des Abends.
Dabei stand der Südkoreaner überhaupt nur deshalb in der Startelf, weil Starstürmer Dusan Vlahovic kurzfristig ausfiel. Oh nutzte seine Chance jedoch eindrucksvoll. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Hoffenheimer durch Fisnik Asllani stellte er mit seinen Treffern zum 2:1 und 3:1 die Weichen auf Sieg. Für Besiktas war es der zweite Erfolg im zweiten Europa-League-Spiel, für die TSG bereits die zweite Niederlage.
Besiktas-Stürmer bedankt sich bei den Fans
Oh sorgte nach seinem zweiten Treffer mit einer dreisten Aktion für Aufsehen: Der Südkoreaner zog sein Trikot aus und stülpte dieses über die Hoffenheimer Eckfahne – damit verdeckte er das Logo der TSG.
Anschließend hob er die Eckfahne symbolisch in die Luft und jubelte mit seinem Teamkollegen. Folgerichtig wurde Oh für die Aktion von Schiedsrichter Lawrence Visser verwarnt.
Nach der Partie zeigte sich der Angreifer vor allem von den mitgereisten Fans begeistert. „Das war heute wirklich ein verrücktes Spiel! Obwohl wir auswärts gespielt haben, habe ich mich gefühlt, als wären wir zu Hause. Ich danke unseren Fans, ich bin ihnen sehr dankbar“, sagte Oh.
Der 25-Jährige verwies zudem darauf, dass es die Hoffenheimer ihm und seinen Mitspielern nicht leicht gemacht haben: „Unser Gegner war heute sehr aggressiv, sie haben hart gekämpft. Ich stand in der Startelf und musste stärker sein als sie. Ich freue mich sehr über den Sieg.“
Gleichzeitig richtete er eine Kampfansage an die Konkurrenz im eigenen Team: „Solange mein Trainer und die Fans mir vertrauen, werde ich kämpfen und mein Bestes geben.“
Transfer nach Stuttgart platzte auf den letzten Metern
Kurios: Oh hätte längst in Deutschland spielen können. Im Sommer 2025 stand er unmittelbar vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart. Der Deal war bereits weit fortgeschritten, der Angreifer sogar schon in Deutschland. Nach übereinstimmenden Medienberichten landete er damals nachts in Stuttgart, um den Transfer abzuschließen.
Doch der Wechsel scheiterte in letzter Sekunde. Bei den Untersuchungen wurden Knieprobleme festgestellt, die letztlich das Aus für den bereits ausgehandelten Transfer bedeuteten. Statt in die Bundesliga wechselte Oh im vergangenen Februar nach Istanbul.
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Über ein Jahr nach dem geplatzten Deal kehrte der Angreifer nun nach Deutschland zurück und sorgte gegen Hoffenheim für Schlagzeilen. Während die TSG die nächste Enttäuschung hinnehmen musste, lieferte Oh den Nachweis, welches Potenzial Stuttgart damals beinahe verpflichtet hätte.