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Das brisante Qualitätsproblem der Frauen-Bundesliga: Müssen Männer übernehmen?

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Das brisante Qualitätsproblem der Frauen-Bundesliga: Müssen Männer übernehmen?

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Brisantes Problem in Frauen-Bundesliga

Das Frauen-Team des 1. FC Nürnberg beschwert sich öffentlich über ein Qualitätsproblem in der Bundesliga - und steht bei dem brisanten Thema nicht alleine da.
Die Leistung von Nadine Westerhoff veranlasste den FCN zu einer öffentlichen Beschwerde
Die Leistung von Nadine Westerhoff veranlasste den FCN zu einer öffentlichen Beschwerde
© IMAGO/Jan Huebner
SPORT1
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von SPORT1

Die Frauen-Bundesliga hat offenbar ein Qualitäts-Problem: Einmal mehr sind Beschwerden über die Leistungen der Schiedsrichterinnen laut geworden. Diesmal hat sich das Frauen-Team des 1. FC Nürnberg gar in einem offiziellen Statement zu der anhaltenden Thematik zu Wort gemeldet.

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Wie schon andere Protagonisten des deutschen Frauenfußballs sprach sich der FCN für den Einsatz von Unparteiischen aus dem Männerbereich aus. Aktuell werden ausschließlich Frauen eingesetzt.

„Wir sind an einem Punkt, in der die jetzige Situation im Schiedsrichterinnen-Bereich der Google Pixel Frauen-Bundesliga nicht mehr hinzunehmen ist und an dem wir auch bewusst öffentlich auf qualitative Missstände und strukturelle Defizite beim DFB hinweisen müssen und möchten“, sagte Osman Cankaya, Sportlicher Leiter der FCN-Frauen.

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Einzige Lösung: Schiedsrichter aus Männer-Bereich?

Man spreche hier „von einer vereinsübergreifenden, ligaweiten Problematik. Mir ist wichtig zu betonen, dass nicht wir als 1. FC Nürnberg alleine unter der Situation leiden, sondern sämtliche Vereine in der Liga betroffen sind. Unabhängig von Abstiegs- oder Meisterschaftskampf.“

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Der Vorwurf: Die Unparteiischen würden das Spielgeschehen immer wieder durch „offensichtliche und nicht nachvollziehbare Fehlentscheidungen“ beeinflussen. Alarmierend sei dabei sowohl die Qualität als auch die Quantität der Fehler. Darunter leide nicht nur der Wettkampf, sondern auch die Attraktivität der Liga.

Cankayas Fazit: „Eine kurzfristige, akute Lösung sehen wir nur in der Abschaffung der bisherigen Linie, die Spiele der 1. und 2. Frauen-Bundesliga ausschließlich von weiblichen Unparteiischen leiten zu lassen und den Fokus bei den Ansetzungen geschlechterübergreifend auf Qualität und Kompetenz aller DFB-Schiedsrichter*innen zu legen.“

Zu Beginn des Jahres hatte unter anderem die Frauenfußball-Chefin des FC Bayern, Bianca Rech, in dasselbe Horn gestoßen: „Wenn wir es zum aktuellen Zeitpunkt nicht schaffen, ausreichend Qualität und Quantität an Schiedsrichterinnen auf den Platz zu bringen - warum sind wir nicht in der Lage, in der Frauen-Bundesliga die Tore für männliche Schiedsrichter zu öffnen?“

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Auch sie hatte den DFB in die Pflicht genommen. Zuspruch hatte sie in der Schiedsrichter-Frage unter anderem von Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch erhalten.