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Goeßling: Deutsche Frauen holen Titel und brauchen mehr Geld

Goeßling: Mehr Geld für DFB-Frauen

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft steht im Halbfinale der EM gegen Frankreich. Dort muss sie den Ausfall einer Schlüsselspielerin verkraften und beweisen, dass das Team titelreif ist.

Für den einstigen „Titelhamster“ Lena Goeßling sind die deutschen Fußball-Frauen im EM-Halbfinale am Mittwochabend in Milton Keynes (ab 21 Uhr im LIVETICKER) gegen Frankreich der Favorit. Und nicht nur da.

„Deutschland holt den Titel“, sagte die Olympiasiegerin von 2016 und Ex-Europameisterin im Interview mit Sportradio Deutschland. Ihre Begründung: „Die Mannschaft hat konstant gespielt, und ich habe irgendwie keine einzige Schwäche entdeckt.“ (NEWS: Alles Wichtige zur Frauen-EM 2022)

Das deutsche Team begeistere, „nicht nur mit seinem Fußball“, sagte die 36-Jährige, die mit dem VfL Wolfsburg zweimal die Champions League und sechsmal die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte.

Es mache Spaß, "den Mädels zuzusehen, mit welcher Leidenschaft sie den Teamgedanken leben. Wir haben in Deutschland tolle Spielerinnen und tolle Talente. Alles zusammen funktioniert einfach", so die Mittelfeldspielerin, die ihre Karriere 2021 beendet hatte.

Goeßling fordert Mindestlohn für DFB-Frauen

Die immer bessere Leistung der deutschen Fußballerinnen müsse künftig auch besser entlohnt werden. „Es muss mehr passieren. Man sollte einen Mindestlohn einführen. Sie opfern ihre Jugend. Es ist ja auch ein Vollzeitjob“, sagte Goeßling und griff damit ein Thema auf, dass aktuell immer lauter diskutiert wird. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Frauen-EM 2022)

So hatte auch Nationalspielerin Lina Magull während der EM in England erklärt: "Wir sollten ab der 2. Liga so gut verdienen, dass niemand mehr nebenbei arbeiten gehen muss. Da sprechen wir von einem Mindestgehalt von 2000, 3000 Euro im Monat. So kannst du die Entwicklung im Frauenfußball nachhaltig voranbringen."

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