Die deutsche Torhüterin Rafaela Borggräfe ist beim FC Liverpool offenbar für sechs Spiele gesperrt worden. Die ehemalige Torfrau des SC Freiburg wurde vom englischen Verband (FA) wegen rassistischer Äußerungen aus dem Verkehr gezogen, schreibt der Guardian.
Rassismus-Vorwurf: Deutsche Fußballerin gesperrt
Rassismus-Vorwurf: Deutsche bestraft
Fünf der sechs Spiele hat die 25-Jährige bereits abgesessen. Borggräfe soll als Teil ihrer Strafe auch zur Teilnahme an einem „Erziehungsprogramm” verpflichtet worden sein - auf einen Einspruch verzichtete sie wohl.
Was genau die Torhüterin, die im Dezember 2024 erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert worden war, gesagt haben soll, ist nicht bekannt. Der Guardian schreibt, dass die Aussage bei einem Fotoshooting zu Beginn der Saison gefallen sei. Es sei um Hautfarbe gegangen.
Liverpool-Boss spricht über gesperrte Borggräfe
Liverpool untersuchte den Fall zunächst intern, ehe er an die FA weitergegeben wurde.
Gareth Taylor, Trainer der Liverpool-Frauen, erklärte: „Wir haben eine kleine Aktualisierung der Situation, da der Fußballverband nun seine gründliche Untersuchung abgeschlossen hat. Er hat die Spielerin mit einer Sperre von sechs Spielen belegt.“
Mannschaft und Verein hätten „angemessen“ auf den Vorfall reagiert. „Ich muss sagen, dass sich die Sache ein wenig hingezogen hat. Ich denke, das war für alle Beteiligten frustrierend, insbesondere für Rafa.“
Borggräfe ist erst im Sommer 2025 nach England gewechselt. Sie absolvierte vier Spiele für die deutsche U23-Nationalmannschaft. Sie bereitete sich als vierte Torhüterin auf die EM des A-Teams im vergangenen Sommer vor, wurde aber letztlich nicht für den finalen Kader nominiert.