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Nach Testspiel-Eklat: Deutscher WM-Gegner provoziert erneut

Deutscher WM-Gegner provoziert erneut

Das wegen Brutalität abgebrochene Testspiel zwischen Kolumbien und Irland schlägt immer noch hohe Wellen. Die Südamerikanerinnen bestreiten alle Vorwürfe und werfen dem Gegner nun mangelnden Respekt vor.
Wenige Tage vor dem Startschuss der Frauen-WM kommt es zu einem handfesten Eklat. Das Testspiel zwischen Irland und Kolumbien wird abgebrochen, danach geht es auch verbal zur Sache. Für die deutschen Frauen ist Vorsicht geboten.
Das wegen Brutalität abgebrochene Testspiel zwischen Kolumbien und Irland schlägt immer noch hohe Wellen. Die Südamerikanerinnen bestreiten alle Vorwürfe und werfen dem Gegner nun mangelnden Respekt vor.

Das abgebrochene Skandal-Testspiel zwischen Kolumbien und Irland sorgt weiterhin für Frust!

Auf einer Pressekonferenz legte Leicy Santos im andauernden Streit nach und wies die Schuld konsequent von den Südamerikanerinnen.

„Das ganze Team stand unter Schock. Wir haben nicht begriffen, was los war. Aus unserer Sicht war es unfair und extrem respektlos, dass sie das Spielfeld verlassen haben“, sagte die Spielerin von Atlético Madrid.

Irland verlässt gegen Kolumbien aus Protest Spielfeld

Zur Erinnerung: Wegen der übertriebenen Härte der Kolumbianerinnen weigerten sich die Irinnen am vergangenen Wochenende weiterzuspielen und verließen nach 23 Minuten den Rasen. Denise O‘Sullivan musste nach einem Foul sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

„Wir sind dorthin gefahren, haben uns auf ein Match geeinigt und wegen eines Fouls, das meiner Meinung nach kein aggressives war, sondern ein Foul, das vorkommen kann, haben sie entschieden, nicht mehr spielen zu wollen“, fügte die 27-Jährige hinzu.

Zudem habe das Vorgehen der Irinnen auch dazu geführt, dass ihre WM-Vorbereitung massiv gestört sei. Santos sauer: „Das bedeutet, dass unser Team zwei, fast drei Tage der Vorbereitung verloren hat, die so kurz vor der WM sehr wichtig sind. Ich hatte den Eindruck, dass es Irland an Respekt gemangelt hat.“

„Es sind halt nur ein paar Mädchen“

Kurz nach dem Match hatte sich bereits Daniela Caracas über das Verhalten der Irinnen beschwert.

„Es sind halt nur ein paar Mädchen. Ein kleines Foul und die müssen sich beschweren“, schimpfte die Verteidigerin von Espanyol Barcelona nach dem Spiel im Gespräch mit Fans.

„Danach müssen sie schauen, ob sie weiterspielen wollen. Ich versteh es nicht, aber wir wollten nicht darauf warten, bis sie sich entschieden haben“, erklärte Caracas und fügte ein „Come mierda“ hinzu, was so viel wie „Fresst Scheiße“ bedeutet.

„Spielerinnen haben um ihren Körper gefürchtet“

Die Irinnen wehren sich gegen die Vorwürfe und konterten.

„Es wurde zu körperbetont und es wurde nach Rücksprache mit der Spielleitung entschieden, das Spiel zu beenden“, schilderte der irische Fussballverband. Trainerin Vera Pauw stellte klar: „Meine Spielerinnen haben um ihren Körper gefürchtet.“

Brisant: Bei der Frauen-WM in Neuseeland und Australien trifft Kolumbien in der Gruppe H neben Südkorea und Marokko auch auf Deutschland. Die Irinnen verloren ihr Auftaktspiel in Gruppe B gegen Australien mit 0:1, weitere Gegner in der Vorrunde sind Kanada und Nigeria.