Nationaltrainer bereut pikante Israel-Aussage

von SID
Nationaltrainer bereut pikante Israel-Aussage

Irlands Nationaltrainer hatte zuletzt mit Äußerungen zum Gaza-Krieg eine politische Debatte ausgelöst.

Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson (59) hat vor den Spielen in der Nations League gegen Israel seine umstrittenen Äußerungen zum Krieg in Gaza relativiert. Seine „Völkermord“-Aussage sei „nicht klug“ gewesen, sagte der Isländer am Mittwoch.

„Die Schlagzeilen, die aus meinen Äußerungen entstanden sind, haben von dem abgelenkt, was vielleicht am wichtigsten ist: Wir spielen ein wichtiges Spiel gegen den Kosovo“, sagte Hallgrimsson auf der Pressekonferenz vor dem Auftakt der Nations League am Donnerstag in Pristina (20.45 Uhr) und fügte hinzu: „Es war nicht klug von mir, die Aufmerksamkeit auf diese Weise abzulenken.“

Irland-Coach überraschte mit Israel-Aussagen

Hallgrimsson hatte bei der Bekanntgabe seines Kaders für die anstehenden Nations-League-Spiele, in deren Rahmen Irland am kommenden Sonntag in Ungarn sowie am 4. Oktober in Serbien auf Israel trifft, gesagt: „Wir spielen nicht mit Völkermord, wir spielen gegen Völkermord. Wir spielen gegen Israel, wir spielen nicht mit Israel.“

Die Aussage löste eine scharfe Reaktion des israelischen Fußballverbandes aus. Dieser warf dem irischen Coach unter anderem „Dummheit, Ignoranz und Heuchelei“ vor.

Irlands Premierminister Micheal Martin stellte sich daraufhin hinter Hallgrimsson und bezeichnete die Äußerungen des israelischen Verbandes als „inakzeptabel“.

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