Türkei wird von Italien überrollt
Verwunderung über Türkei-Jubel
Die Türkei verliert auch das zweite Spiel der Nations League und gerät gegen Italien unter die Räder. Die Fans reagieren frustriert.
Böse Klatsche für die Türkei in der Nations League! Gegen Italien setzte es für die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella eine deutliche 1:4-Niederlage. In der Gruppe mit Frankreich und Belgien sind die Türken punktlos Letzter.
Besonders in der ersten Halbzeit dominierten die Italiener die Gastgeber nach Belieben und stellten früh die Weichen auf Sieg. Bereits nach 27 Minuten stand es durch Treffer von Alessandro Bastoni (9.), Davide Frattesi (22.) und Michael Kayode (27.) 0:3 aus Sicht der Türkei.
Den heimischen Fans gefiel das Spiel ihrer eigenen Mannschaft überhaupt nicht und quittierte den Auftritt regelmäßig mit einem lauten Pfeifkonzert. Dazu hallten nach dem dritten Gegentreffer „Montella, tritt zurück“-Sprechchöre durch das Stadion in Bursa. Auch der türkische Verband TFF wurde von den Anhängern nicht verschont: „TFF, tritt zurück!“, forderten die Fans. Der Verbandspräsident soll laut der heimischen Zeitung Fanatik das Stadion noch vor Anpfiff der zweiten Halbzeit verlassen haben.
Kapitän Merih Demiral fand im Anschluss an die Partie deutliche Worte: „Wir entschuldigen uns bei unserem Land. Das war uns nicht würdig. Wir schämen uns für diese Leistung! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, erklärte er bei A Spor.
Türkische Hoffnung hält nur kurz
Dabei begann diese vielversprechend für die Türken. Keine 90 Sekunden waren gespielt, da traf Baris Yilmaz zum 1:3 und ließ die Türkei auf ein Comeback hoffen. Doch Pio Esposito erstickte die aufkommende Hoffnung im Keim und stellte nur drei Minuten später den alten Abstand wieder her (50.).
Anschließend versuchte die Türkei immer wieder den Anschluss zu finden und sich Torchancen zu erspielen, schaffte es aber nicht die letzte Konsequenz vor dem Tor zu bewahren. Ein vermeintlicher zweiter Treffer von Yilmaz wurde wegen Abseits zurückgenommen, so blieb es schlussendlich beim 1:4. Auch nach Abpfiff gab es Pfiffe von den Tribünen.
„Egal, wie gut Italien auch sein mag – ein 4:1 bei uns zu Hause hätte es nicht geben dürfen! Wir wollen unser Land mit Siegen in den beiden nächsten Spielen erfreuen“, so Zeki Celik. Als nächstes geht es für die Türkei gegen Belgien (2.10.), ehe das Rückspiel gegen Italien ansteht (5.10.).