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Hockey-Nationalspielerin Lorenz kritisiert FIFA

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Nationalspielerin kritisiert FIFA

Nationalspielerin kritisiert FIFA

Hockey-Nationalspielerin Nike Lorenz hat den Fußball-Weltverband FIFA für dessen Verbot der „One Love“-Binde scharf kritisiert.
Nike Lorenz spielt mit Regenbogenbinde
Nike Lorenz spielt mit Regenbogenbinde
© AFP/SID/LUIS ACOSTA
SID
SID
von SID

Hockey-Nationalspielerin Nike Lorenz hat den Fußball-Weltverband FIFA für dessen Verbot der „One Love“-Binde scharf kritisiert. „Das ist ein klares Zeichen gegen die Werte der Regenbogenbinde“, sagte die 25-Jährige, die bei den Olympischen Spielen in Tokio erfolgreich für das Tragen der Regenbogenbinde gekämpft hatte, im Deutschlandfunk.

Lorenz empfindet es als "krass", dass sich die FIFA "so extrem und offensichtlich" gegen diese Werte stellt. Es sei "nicht fair", dass "die Sanktionen auf das Spielfeld übertragen werden. Dieser Kampf sollte nicht auf den Schultern der Sportlerinnen und Sportlern ausgetragen werden", sagte sie.

Es sei "eine Aufgabe der Sportler, diese Themen auf die sportliche Bühne zu bringen, aber in einem gewissen Maße", bekräftigte die frühere Kapitänin der Auswahl des Deutschen Hockeybundes (DHB): "Man kommt im Fußball nicht mehr drumherum, ein Zeichen zu setzen."

Lorenz hofft, "dass es auf der internationalen Sportbühne akzeptiert wird, dass diese Botschaften von Sportlerinnen und Sportlern gesendet werden wollen." Dass die Nationalspieler des Iran vor ihrem WM-Auftaktspiel bei der eigenen Nationalhymne geschwiegen und damit ein Zeichen der Solidarität an die Regime-Kritiker in der Heimat gesendet haben, sei für Lorenz "das Mutigste der Welt" gewesen.

Lorenz hatte sich bei Olympia im vergangenen Jahr für das Tragen der Regenbogenbinde starkgemacht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stimmte letztendlich einem entsprechenden Antrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des DHB zu. Lorenz lief mit einer Regenbogenbinde auf, bei der WM in Katar ist dies verboten.