WM 2026>

Botschafter: Iranisches Team wartet weiter auf US-Visa

Iran wartet weiter auf US-Visa

Für eine WM-Teilnahme des Iran sind weiterhin offenbar nicht alle Fragen geklärt. Das gilt auch für die Visa für die USA.
Nach den jüngsten geopolitischen Spannungen bleibt die Teilnahme des Iran an der WM 2026 weiter ungewiss. Sicherheitsbedenken und politische Konflikte werfen große Fragen rund um das Turnier auf. FIFA-Präsident Gianni Infantino betont jedoch, dass der Fußball keine geopolitischen Konflikte lösen könne und setzt auf die verbindende Kraft des Sports.
Für eine WM-Teilnahme des Iran sind weiterhin offenbar nicht alle Fragen geklärt. Das gilt auch für die Visa für die USA.

Die iranische Nationalmannschaft muss zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft offenbar weiter auf Visa für die USA warten.

Dies erklärte Botschafter Abolfazl Pasandideh bei einem Besuch der mexikanischen Grenzstadt Tijuana, wo die Iraner ihr Base Camp aufschlagen. „Das Land im Norden“, womit er offensichtlich die USA meinte, sei seiner Verantwortung als Gastgeber der iranischen Mannschaft nicht nachgekommen.

„Wir wissen nicht, ob sie den Spielern ihre Visa erteilen werden oder nicht“, betonte Pasandideh: „Wir nehmen nicht zu gleichen Bedingungen an der Weltmeisterschaft teil. Wir konnten unsere Mannschaft nicht so trainieren, wie es sein sollte.“

Iran bestreitet alle WM-Spiele in den USA

Sein WM-Quartier hatte das Team Melli zu Wochenbeginn ins mexikanische Tijuana verlegt. Dort besuchten laut der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch iranische Diplomaten das Stadion, in dem die Mannschaft trainieren wird.

Ursprünglich war geplant, dass sie in Tucson im US-Bundesstaat Arizona stationiert sein sollte. Seine Vorrundenspiele muss der Iran allesamt in den USA bestreiten. Sowohl gegen Neuseeland (16. Juni) als auch gegen Belgien (21. Juni) spielt das Team Melli in Los Angeles, ehe es zum Vorrundenabschluss in Seattle gegen Ägypten (27.6.) geht.

Der Chef des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte zuletzt die Hoffnung geäußert, dass den Spielern Mehrfachvisa gewährt werden.