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Vor Fußball-WM: Iran verabschiedet Nationalmannschaft

Vor WM: Iran verabschiedet Nationalelf

Hinter der WM-Teilnahme des Iran stehen Fragezeichen. Das Team wird dennoch in der Heimat gefeiert - und verabschiedet.
FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht die USA, Kanada und Mexiko bereit für den Empfang der Fußballwelt. Die WM-Gastgeberländer arbeiten an großen Eröffnungsfeiern und einem unvergesslichen Turniererlebnis.
Hinter der WM-Teilnahme des Iran stehen Fragezeichen. Das Team wird dennoch in der Heimat gefeiert - und verabschiedet.

Der Iran hat seine Fußball-Nationalmannschaft mit Blick auf die Weltmeisterschaft am Mittwoch im Rahmen einer Zeremonie verabschiedet. Die in rot-schwarzen Trainingsanzügen gekleideten Spieler wurden auf einer Bühne auf dem zentralen Enghelab-Platz in der Hauptstadt Teheran präsentiert und dort von einer Menschenmenge bejubelt. Dies war laut der Nachrichtenagentur AFP auf Videos zu sehen, die im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden.

Neben der Mannschaft waren auch Trainer Amir Ghalenoei und Verbandspräsident Mehdi Taj bei der Abschiedsfeier anwesend. „Die Spieler der Nationalmannschaft werden bei der Weltmeisterschaft das Volk, die Kämpfer des Landes, den Führer (Obersten Führer Mojtaba Khamenei) und das Land vertreten“, sagte Taj: „Unsere Nationalmannschaft ist die Fußball-Nationalmannschaft in Kriegszeiten.“ Das Team werde eine „Säule der Autorität und des Widerstands“ sein.

WM-Start des iranischen Teams noch offen

Vor der Bühne schwenkten die Menschen bei der Zeremonie Fahnen und skandierten Sprechchöre sowie Parolen. Einige hielten Plakate und Bilder des verstorbenen Obersten Führers Ali Khamenei hoch, der bei den US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran getötet wurde, die den Krieg im Nahen Osten auslösten. „Für das Blut der Märtyrer, singt die Nationalhymne mit Entschlossenheit und ohne zu zögern“, stand auf einem Plakat.

Ob der Iran angesichts des andauernden Krieges tatsächlich bei der WM an den Start geht, ist weiter offen. Zuletzt wurde die Teilnahme am Turnier an Bedingungen geknüpft. Die Iraner sollen am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland in die Weltmeisterschaft starten, weitere Gruppengegner sind Belgien und Ägypten.