WM 2026>

Helfen WM-Trinkpausen den Underdogs?

Helfen WM-Trinkpausen Underdogs?

Argentinien-Coach Lionel Scaloni ist sich sicher, dass die Trinkpausen bei der WM vor allem schwächeren Teams helfen.
Bei der WM 2026 sind verpflichtende Trinkpausen in jeder Halbzeit eingeführt worden. Die Änderung löst viel Kritik aus - bekommt aus dem DFB-Lager aber durchaus auch positives Feedback.
Argentinien-Coach Lionel Scaloni ist sich sicher, dass die Trinkpausen bei der WM vor allem schwächeren Teams helfen.

Weltmeistertrainer Lionel Scaloni von Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft sieht in den Trinkpausen bei der WM einen Vorteil für die Underdogs. Die Hitze und die Erfrischungspausen könnten „der theoretisch schwächeren Mannschaft“ zugutekommen, sagte Scaloni vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Österreich.

Auf dem Papier schlechtere Teams hätten durch die neue Regel „Zeit zur Erholung. Das gab es früher nicht“, so Scaloni. Auch deswegen gelte, dass „bei dieser Weltmeisterschaft zu sehen ist, dass es keine leichten Spiele mehr gibt.“

Argentiniens souveräner Auftakterfolg gegen Algerien (3:0) war noch von vergleichsweise milden Temperaturen begleitet worden. Bei einer Anstoßzeit um 20.00 Uhr Ortszeit und Temperaturen von rund 23 Grad Celsius in Kansas City hatte der Weltmeister keine erkennbaren Probleme.

Zuschauer kritisieren Trinkpausen

Das zweite Gruppenspiel Argentiniens gegen Österreich am Montag um 12.00 Uhr Ortszeit (ab 19 Uhr im LIVETICKER) in Arlington dürfte dagegen zum Härtetest werden. Im Bundesstaat Texas werden Temperaturen von über 32 Grad Celsius erwartet.

Die für das Turnier eingeführten Trinkpausen von drei Minuten nach jeweils rund 22 Minuten Spielzeit dürfte Scalonis Team dann zu schätzen wissen – aber eben auch Gegner Österreich.

Die „Hydration Breaks“ hatte die FIFA unabhängig von der Temperatur vorgeschrieben. Bei Fans und auch bei Spielern hatten die Pausen, die in den TV-Übertragungen oft mit Werbeeinblendungen gefüllt werden, bereits für Unmut gesorgt.

„Die Werbepausen sind etwas, das ich nicht mag. Ich glaube, das ist auch für den neutralen Zuschauer nicht besonders angenehm“, hatte Virgil van Dijk von der niederländischen Nationalmannschaft kritisiert.