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Umfrage: WM-Skepsis kleiner als vor Katar

Umfrage: Skepsis kleiner als vor Katar

Das Interesse an der WM 2026 ist in Deutschland größer als an dem umstrittenen WM-Turnier in Katar 2022. Nur 16 Prozent der Deutschen wollen gar keine Spiele verfolgen – vor vier Jahren waren es noch 27 Prozent.
Das DFB-Team stand seit dem Finale 2014 nicht mehr in einem K.-o.-Spiel einer WM. Nun hat das USA-Abenteuer begonnen. Wird 2026 endlich alles besser?
Das Interesse an der WM 2026 ist in Deutschland größer als an dem umstrittenen WM-Turnier in Katar 2022. Nur 16 Prozent der Deutschen wollen gar keine Spiele verfolgen – vor vier Jahren waren es noch 27 Prozent.

Das Interesse an der kommende Woche startenden Fußball-WM ist in Deutschland größer als bei dem umstrittenen WM-Turnier in Katar 2022. Nur noch rund 16 Prozent der Deutschen wollen überhaupt keine Spiele der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada verfolgen, ergab eine am Mittwoch von der Universität Hohenheim veröffentlichte repräsentative Umfrage. Bei der Katar-WM vor vier Jahren lag dieser Anteil mit 27 Prozent noch deutlich höher.

Wie die Studienmacher mitteilten, ist die Beachtung für das Turnier aber nach wie vor spürbar geringer als in der Vergangenheit. Die frühere WM-Euphorie sei bislang nicht nach Deutschland zurückgekehrt, so die Forscher der baden-württembergischen Uni mit Blick auf vergleichbare Studien zu den vorangegangenen Endrunden. „Dabei ist das allgemeine Interesse an Fußball und Sport über die Jahre hinweg bemerkenswert stabil“, sagte Studienleiter Markus Voeth.

Fans sehen „Eventisierung des Fußballs“ kritisch

Auch über den Fußball hinaus bleiben die Erwartungen der Befragten an das Turnier verhalten, so Voeth. Nur rund ein Viertel rechne mit positiven Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft. Besonders kritisch bewerten viele das neue Turnierformat mit 48 Teilnehmerländern sowie die zusätzlichen Show-Elemente. Bei vielen Fans werde eine „zunehmende Eventisierung des Fußballs“ skeptisch gesehen.

Die Universität befragte vom 24. April bis 10. Mai insgesamt 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen online, die Studie sei „bevölkerungsrepräsentativ“.