Irans Fußball-Nationalmannschaft hat im Hoffen auf das Weiterkommen bei der Weltmeisterschaft zum Fairplay aufgefordert. Wie bereits nach dem zweiten Vorrundenspiel in Los Angeles hinterließ das „Team Melli“ auch nach dem Finale der Gruppe G eine handschriftliche Nachricht in der Kabine.
WM: Iran verfasst besondere Botschaft
Iran verfasst besondere Botschaft
„Fairplay ist nicht nur ein Grundsatz in den Fußballregeln, es ist die Seele des Spiels“, schrieben die Iraner auf eine Tafel.
WM: Bekommt Iran Schützenhilfe?
Der dreimalige Asienmeister listete daneben alle Mannschaften auf, die noch um das Weiterkommen kämpfen, wie etwa Österreich, Algerien oder Usbekistan und Kroatien – und die dem historischen Ziel noch einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Derzeit liegt Iran mit drei Punkten und einer ausgeglichenen Tordifferenz als sechstbester Gruppendritter auf Kurs K.o.-Runde, könnte aber eben noch abrutschen, sollte Schützenhilfe ausbleiben.
„Punkte können auf verschiedenen Wegen gewonnen werden, Respekt nicht“, schrieben die Iraner. Besonders auf dem Duell von Ralf Rangnicks Österreichern gegen Algerien liegt der Fokus. Beide Teams haben vor dem direkten Duell in der Nacht zu Montag (ab 4.00 Uhr im LIVETICKER) zum Abschluss der Gruppe J drei Punkte, bei einem Remis wären beide weiter.
Iran hat die K.o.-Runde bei einer WM noch nie erreicht
Der Einzug ins Sechzehntelfinale würde den Iranern „alles bedeuten“, sagte Ramin Rezaeian, der mit seinem Treffer das 1:1 (1:1) gegen Ägypten sicherte. Die K.o.-Runde hat Iran bei einer WM noch nie erreicht, angesichts der schwierigen Umstände beim Turnier in Nordamerika wäre dieser Erfolg noch höher zu bewerten.
Trainer Amir Ghalenoei platzte deshalb der Kragen. „Sie haben uns schrecklich behandelt. Wir hätten schon viel früher einreisen müssen, aber das haben sie verhindert. Nach dem Spiel müssen wir schnell wieder zurück in unser Hotel in Tijuana, das sind drei Stunden Flug. Die Zeit verlieren wir für die Regeneration. Wir sind das unterdrückteste Team der ganzen WM“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Ägypten-Spiel.