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Matthäus fordert vom DFB "mehr Mut zur Jugend"

Matthäus mit Forderung an DFB

Ein Bundestrainer Jürgen Klopp müsse dem Nachwuchs eine Chance geben - und mit "allen Befugnissen" ausgestattet werden, die er brauche, meint Lothar Matthäus.
Thomas Müller äußert sich zu Jürgen Klopp als möglichem neuen Bundestrainer und spricht auch darüber, worauf es in Zukunft ankommen wird. Auch Jürgen Klopp selbst geht auf dieses Thema ein.
Ein Bundestrainer Jürgen Klopp müsse dem Nachwuchs eine Chance geben - und mit "allen Befugnissen" ausgestattet werden, die er brauche, meint Lothar Matthäus.

Lothar Matthäus fordert vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und einem möglichen Bundestrainer Jürgen Klopp „mehr Mut zur Jugend“. Jüngere Spieler, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Bild-Kolumne, „setzen die Etablierten unter Druck und verbessern damit das Leistungsniveau. Zu früh kann man nicht Weltmeister werden oder Europameister. Als ich beim EM-Titel 1980 zum ersten Mal bei einem großen Turnier dabei war, war ich 19 Jahre alt.“

Klopp sei „der beste Mann“, um auf die zahlreichen Zukunftsfragen richtige Antworten zu finden, betonte Matthäus. Er werde „perspektivisch denken“. Dazu gehörten beim Neustart nach dem WM-Debakel zwar weiterhin erfahrene Spieler wie Joshua Kimmich, Jonathan Tah oder Nico Schlotterbeck, auch Florian Wirtz und Jamal Musiala. Dazu Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, Nathaniel Brown und Lennart Karl, Jonas Urbig im Tor.

Matthäus von deutschen Talenten überzeugt

„Aber es wird sicher auch viele neue Namen geben, die Startelf-Chancen bekommen.“ Matthäus nannte hier Finn Jeltsch, Robert Ramsak, Yann Bisseck, Kevin Schade, Adin Licina, Tom Bischof und Nicolò Tresoldi. Auch den erst 16 Jahre alten Neu-Leverkusener Kenneth Eichhorn sieht er als Kandidaten.

„An Talenten mangelt es uns nicht. Ich bin sogar überzeugt: Mit diesem Potenzial brauchen wir uns in den nächsten Jahren hinter keiner Nation verstecken, die jetzt noch bei der WM dabei ist. Aber wir müssen unsere Talente besser fördern“, schrieb Matthäus.

Vertrauen in Klopps Arbeit ist groß

Hier sei auch die Bundesliga gefordert. Genau wie der DFB, der Talente mit ausländischen Wurzeln stärker an sich binden müsse. Dazu müsse es laut Matthäus ein Zurück „zu unseren Tugenden“ geben und eine einheitliche Spielidee vom U-Bereich bis zum A-Team.

„Ich bin sicher, dass Jürgen Klopp das alles weiß. Wahrscheinlich hat er sogar noch mehr Ansätze und Ideen“, meinte Matthäus: „Ich hoffe, dass sie ihm beim DFB alle Zeit und alle Befugnisse geben, die er für echte Verbesserungen braucht.“