Seit dem Aus der DFB-Elf bei der WM und dem Rücktritt von Julian Nagelsmann als Bundestrainer wird intensiv über die Zukunft der Nationalmannschaft diskutiert. Vor allem die Frage nach dem künftigen Personal steht dabei im Mittelpunkt.
Sané und Goretzka? "Auf Wiedersehen"
Sané und Goretzka? „Auf Wiedersehen“
Im FIROCKX.ONE WM Doppelpass hat SPORT1-Experte Stefan Effenberg seine DFB-Wunschelf zusammengestellt.
Wer darf bleiben, wer muss gehen? Für den 57-Jährigen ist die Antwort bei einigen DFB-Stars eindeutig: „Wenn ich auf dieses Bild schaue (von links: Leroy Sané, Joshua Kimmich, Leon Goretzka), würde ich sagen links und rechts ‘Auf Wiedersehen‘ und den in der Mitte auf jeden Fall behalten – aber eben auch auf der richtigen Position.“
Achse um Schlotterbeck, Kimmich und Havertz
„Wir haben alle gesehen, dass Kimmich rechts hinten vollkommen verschenkt ist, dass er nicht das abrufen kann, was er bei Bayern München schon auf dem allerhöchsten Niveau gezeigt hat“, erklärte der SPORT1-Experte weiter.
Für Effenberg haben also Leon Goretzka und Leroy Sané keine Zukunft in der Nationalmannschaft. Trotzdem sieht der Champions-League-Sieger von 2001 auch, dass es gefestigte Strukturen um erfahrene Spieler benötigt.
„Du brauchst einfach zwei, drei Führungsspieler mit einer gewissen Erfahrung. Die hast du mit Nico Schlotterbeck in der Verteidigung, die musst du mit Kimmich im Zentrum haben und auch mit Kai Havertz im Sturm. Der in meinen Augen auch eine gewisse Erfahrung hat, der schon alles gewonnen hat. Diese Spieler brauchst du einfach.“
Wie Effenberg diese Achse um Schlotterbeck, Kimmich und Havertz ergänzen würde, hat er im FIROCKX.ONE WM Doppelpass mit seiner Wunschelf dargestellt.
Das ist Effenbergs Wunschelf:
Urbig – Bischof, Schlotterbeck, Tah, Brown – Kimmich – Nmecha, Musiala – Wirtz, Havertz, Karl
Neues System für Deutschland
Neben jungen Spielern wie Tom Bischof, Jonas Urbig oder Lennart Karl sticht auch eine veränderte Formation direkt ins Auge – angelehnt an einen der WM-Halbfinalisten. „Ich bin mit einem anderen System gegangen, also nicht das übliche 4-2-3-1. Ich habe auf 4-1-2-3 umgestellt, auch so ein bisschen angelehnt an die spanische Mannschaft.“
Die größten Veränderungen in Effenbergs Wunschelf sind wohl Jonas Urbig im Tor und Tom Bischof als Linksverteidiger. Zum jungen Torwart tendiert der 57-Jährige vor allem, weil er unter Manuel Neuer beim FC Bayern schon extrem viel gelernt hat und noch lernen kann: „Besser geht es nicht.“
Durch den Positionswechsel von Joshua Kimmich ins defensive Mittelfeld, würde Effenberg Nathaniel Brown auf rechts schieben und Bischof den neuen Linksverteidiger geben. „Bei Bayern München hat er auf dieser Position schon sehr, sehr gut gespielt“, befand Effenberg.