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Verbaler Angriff auf Infantino: "Der Mann muss weg"

„Der Mann muss weg“

Der Fall Balogun hat sich in Windeseile in einen handfesten Skandal verwandelt, der Reaktionen aus der gesamten Fußballwelt mit sich bringt. Bei SPORT1 redet sich jetzt auch Peter Neururer in Rage.
Nach dem Skandal um US-Stürmer Folarin Balogun findet SPORT1-Experte Peter Neururer deutliche Worte und rechnet mit US-Präsident Donald Trump sowie FIFA-Präsident Gianni Infantino schonungslos ab.
Lars Hinzberg
Der Fall Balogun hat sich in Windeseile in einen handfesten Skandal verwandelt, der Reaktionen aus der gesamten Fußballwelt mit sich bringt. Bei SPORT1 redet sich jetzt auch Peter Neururer in Rage.

Die Fußballwelt ist auf den Barrikaden: Die mutmaßliche Zusammenarbeit zwischen Donald Trump und Gianni Infantino beim großen Skandal dieser WM, dem Fall Balogun, brachte Verurteilungen und Missbilligungen von allen Seiten mit sich. Bei SPORT1 hat nun auch Peter Neururer zur Brandrede gegen den FIFA-Präsidenten angesetzt.

„Es ist die eigenartigste, skurrilste, korrupteste Sache, die ich, seit ich mich mit Fußball auseinandersetze, erlebt habe“ polterte der Experte in der Sendung „WM-Aktuell“.

Infantino: Neururer fordert Rücktritt

„Was Infantino sich da erlaubt hat, ist in Worten nicht wiederzugeben. Denn mit der Blödheit von Trump muss man ja rechnen. Aber die einzige Antwort auf die Nachfrage von Trump hätte heißen müssen: ‚Entschuldigung, du bist hier falsch verbunden. Ich bin der Präsident der FIFA und es gibt Regeln'“, redete sich der ehemalige Bochum-Trainer in Rage.

Jürgen Klopp habe „es ganz gut erklärt: ‚Das ist unser Spiel, unser Sport, unser Fußball.‘ Das war unser Fußball. Er hat ihn verraten und verkauft“, konstatierte der bediente Neururer.

Vom Verbandspräsidenten fordert der SPORT1-Experte deshalb drastische Konsequenzen: „Das ist der Gipfel des Hohns und der Schande. Wenn der nur einen Funken Charakter hat, muss er zurücktreten. Der Mann muss weg.“

WM: FIFA nimmt Rotsperre zurück

Nach einer Roten Karte gegen den US-Angreifer Folarin Balogun hatte die FIFA zunächst angekündigt, die anschließende Sperre vorerst auf Bewährung auszusetzen und dem Hoffnungsträger der Soccer Boys damit einen Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien zu ermöglichen. Später bestätigten sowohl Infantino als auch Trump, in dieser Causa in Kontakt gestanden zu haben.

Geholfen hat die Entscheidung den USA am Ende wenig. Im Gegenteil: Belgien wirkte im Achtelfinale wie angestachelt und besiegte ein verunsichert wirkendes US-Team mit 4:1.

Balogun blieb torlos, holte aber den Freistoß zum zwischenzeitlichen Ausgleich heraus.