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WM 2026: Sein Fehlschuss bleibt dieses Mal ohne Folgen

Akanji bricht „goldene Regel“

Manuel Akanji scheitert erneut bei einem Elfmeterschießen für die Schweiz. Anders als in der Vergangenheit kommt er mit einem blauen Auge davon.
Die Schweiz setzt sich im WM-Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch. Der Ex-Augsburger Rubén Vargas avanciert am Ende zum Schweizer Helden.
Manuel Akanji scheitert erneut bei einem Elfmeterschießen für die Schweiz. Anders als in der Vergangenheit kommt er mit einem blauen Auge davon.

Manuel Akanji und Elfmeterschießen bei Großturnieren: eine Kombination, die nicht füreinander gemacht ist. Bereits zum dritten Mal in Folge vergab der Innenverteidiger bei einer WM oder EM seinen Versuch im Elfmeterschießen.

Beim 4:3-Sieg im Achtelfinale gegen Kolumbien hatte er zum ersten Mal Glück – die Schweiz konnte dennoch den Sieg feiern. Als dritter Schütze hatte Akanji den Ball über das Tor gehauen. Weil BVB-Keeper Gregor Kobel jedoch den nächsten kolumbianischen Elfmeter halten konnte und Rubén Vargas den entscheidenden verwandelte, fiel der Fehlschuss nicht so sehr ins Gewicht.

WM: Akanji bricht „goldene Regel“

„Ich habe Muri (Nationaltrainer Murat Yakin, d. Red.) gesagt, dass das der letzte Elfmeter war, den ich geschossen habe. Das war eine Katastrophe“, berichtete Akanji im Schweizer Fernsehen nach dem Sieg im WM-Achtelfinale. Er war zugleich „unglaublich stolz auf die Mannschaft, wie sie reagiert hat. Alle haben die Elfmeter souverän verwandelt.“

Nur er selbst habe bei seinem Versuch die „goldene Regel“ gebrochen. „Ich habe mich im letzten Moment anders entschieden. Ich habe gesehen, dass der Torwart schon zweimal nach links gesprungen war“, sagte er. Daraufhin zögerte der Verteidiger, rutschte „noch ein bisschen, und dann ging der Ball vier Meter übers Tor“.

Böse Erinnerungen an 2021 und 2024

Der 30-Jährige dürfte angesichts seiner vergangenen Fehlschüsse froh sein, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Bei den Europameisterschaften 2021 und 2024 verschoss Akanji jeweils einen Elfmeter – und die Schweiz flog jeweils raus.

Auch 2021, damals noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag, war er im Viertelfinale gegen Spanien als dritter Schütze angetreten. Doch den schwach platzierten Versuch fischte Spanien-Keeper Unai Simon aus der unteren linken Ecke.

Weil für die Nati einzig Mario Gavranovic traf, zog die Mannschaft vom damaligen Trainer Vladimir Petkovic mit 1:3 den Kürzeren. Kurios: Schon im Achtelfinale musste die Schweiz ins Elfmeterschießen. Gegen Frankreich verwandelte Akanji jedoch.

2024 sollte es für Akanji besonders bitter werden. Mittlerweile beim englischen Meister Manchester City unter Vertrag, traf er mit der Schweiz im Viertelfinale auf England. Dieses Mal als erster Schütze wählte Akanji die andere Seite. Doch auch dieses Mal fehlte die Präzision im Abschluss, sodass Jordan Pickford im Tor der Engländer keine Probleme hatte, den Ball zu halten.

Akanji baut miese Serie aus

Akanji wurde zur tragischen Figur: Im Anschluss verschoss kein einziger Akteur, weder auf englischer noch schweizerischer Seite, seinen Elfmeter. So blieb der einzige Fehlschuss von Akanji, die Schweiz verlor mit 3:5.

Deshalb dürfte Akanji sehr froh sein, dass sein dritter Elfmeterfehlschuss bei großen Turnieren in Folge dieses Mal keine Konsequenzen nach sich zog. Im Viertelfinale wartet nun Argentinien (Sonntag, 3 Uhr MESZ im LIVETICKER).

—– Mit Sport-Informations-Dienst (SID)