Es war der - bisher - kurioseste Auswuchs des Corona-Chaos bei der Handball-EM: Johannes Bitter musste als Nachrücker nicht nur kurzfristig einfliegen, um für Deutschland gegen Polen beim Gruppenfinale zu spielen. (NEWS: Alles Wichtige zum Handball)
Handball-EM 2022: Paul Drux wäre bei Verletzung von Johannes Bitter ins Tor gegangen
Wer bei Bitter-Aus gespielt hätte
Weil nach Andreas Wolff auch Till Klimpke noch vor Anpfiff positiv auf Corona getestet wurde, war Rückkehrer Bitter am Ende sogar der einzige verfügbare Keeper im Kader! (BERICHT: Papa Bitter wird zum Retter)
Was also wäre passiert, hätte sich der 39-Jährige verletzt?
Drux wäre bei Bitter-Verletzung ins Tor gegangen
Ein Spieler hatte sich bei Bundestrainer Alfred Gislason bereit erklärt, für den Notfall ins Tor zu gehen: Paul Drux. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Handball-EM)
Der Rückraum-Star war ebenfalls erst wegen des Corona-Ausbruchs ins DHB-Team nachgereist. Aus Gründen der hohen körperlichen Belastung hatte er für die EM eigentlich abgesagt - im Notfall sprang aber auch der 26-Jährige ein. Und hätte das sogar als Keeper gemacht.
„Ich habe mich in der Halbzeit sogar schon warm gemacht. Ich weiß nicht, warum Alfred dann nicht auch mal gewechselt hat“, scherzte Drux am Mittwochmorgen in Bratislava. „Man kann froh sein, dass ich nicht ins Tor gehen musste.“
Denn am Ende regelte Bitter das ganz alleine und zeichnete sich mit einigen starken Paraden bei der Gala aus. (DATEN Tabellen der Handball-EM)
Weiter geht es für Deutschland in der Hauptrunde am Donnerstag gegen Titelverteidiger Spanien (18 Uhr im LIVETICKER) - hoffentlich ohne weitere Corona-Fälle
„Es ist eine sehr absurde Situation gerade“, beschrieb Bundestrainer Gislason die momentane Stimmungslage. (Die Handball-EM im LIVETICKER)
Vielleicht kommt Drux ja doch noch zu seinem Einsatz zwischen den Pfosten ...